No Problem – Schwarz-Afrikaner Namens Sam

      No Problem – Schwarz-Afrikaner Namens Sam

      Diese Worte sprach ein stolzer selbstbewusster Mann, ein Schwarz-Afrikaner Namens „Sam“,der am Airport mit einem Kleinbus auf uns wartete zum Transfer Club –Hotel „ SENE-GAMBIA-BEACH“ eine Ferienanlage mit Strand am Atlantischen Ozean.Im Herbst stand im Freundeskreis wieder die Frage im Raum: Wohin zu Silvester.Der Globus wurde gedreht, wir blieben bei Afrika, dieses Mal „Westafrika“ mit dem kleinsten Staat davon, der Republik „ Gambia “, ein Entwicklungsland unter dem Motto: „Hilfe zur Selbsthilfe“. Gebucht haben wir beim Reiseveranstalter TUI für den 27. 12. – bis zum 11. 1. und flogen ab München mit der „Condor “ zu unserem Urlaubsziel. Der internationale Airport von Gambia liegt 24 km südlich von der Hauptstadt des Landes.Der Fluss „Gambia“, einer der größten Flüsse Westafrikas, gab und gibt den kleinen Staat seinen Namen. Rechts und links der Ufer des Flusses zieht sich das Land hin. Es wird fasst vollständig umschlossen, außer an der Flussmündung, ( Atlantischer Ocean ) vom Staat „Senegal“. Die Hauptstadt Gambias, Banjul, liegt im Mündungsgebiet des Gambias, im Westen des Landes. Die Bevölkerungsdichte ist mir unbekannt.Das Klima ist subtropisch bis tropisch. Jeder Tag ist ein Tag voller Sonne, es sind gleich bleibende hohe Temperaturen. Die Regenzeit ist hier vom Juni bis Oktober. Der Fluss tritt dabei über seine Ufer und überschwemmt das Gebiet. Das Land ist sehr fruchtbar. Man erzählte uns von 2 Ernten jährlich. Also, wenn es bei uns Winter ist, ist es Reisezeit in diese Region. Das Clubhotel „ SENEGAMBIA BEACH “ ist eine schöne und gepflegte Anlage.Unser Freundeskreis hatte in den kleinen Doppelhaushälften die Zimmer gebucht mit Klimaanlage, je einen separaten Eingang und „Halbpension“. Im Haupthaus nahmen wir unsere Mahlzeiten ein und trafen uns auch privat am Abend dort zu einem Trink. Die gereichten Speisen sowie das Frühstücksbuffet waren abwechslungsreich und schmackhaft. Es wurde uns alles serviert von einem geschulten und sehr freundlichen Personal. Kurz gesagt, wir fühlten uns hier gleich wohl.Der Park der Anlage bestand aus einem wundervollen Grün, Pflanzen, Sträucher, Bäume und seltener Blüten. Er wurde bewohnt von vielen Vögeln, bunt befiedert, meist unbekannter Art. Ihr Morgenkonzert war einmalig. Die Wege wurden täglich gesäubert, der Abfall der unachtsam weggeworfen wurde, wurde entsorgt. Wir staunten nicht schlecht. Einfach gepflegt. Zum Strand gelangten wir auf einen dieser Wege. Gleich zwei Tage später, nach dem Schwimmen im Pool und dem Frühstück zogen wir los zu einer Strandwanderung. Sonnenschirme, Badetücher und Liegen waren vorhanden. Der Atlantik war friedlich, die Sonne am Morgen wundersam erträglich für uns Mitteleuropäer, wir fühlten uns frei und unbeschwert und wir waren uns einig, so wie immer, wir wollten „Land und Leute“ kennen lernen. Die Anlage stand unter einer gewissen Absicherung dem Fremden, nicht Urlaubern, gegenüber. Also mussten wir in das Umfeld, das heißt die Anlage verlassen, um die Menschen und etwas von ihrer Lebensart kennen zu lernen, dazu gehörten natürlich auch die Ortschaften, Städte, Märkte, usw.Silvester Morgen. Das Frühstück war beendet. Was nun? Was tun wir bis zum Abendprogramm? Vorgesehen waren zwei Stunden Folklore, großes Menü, danach Tanz und, und… je nach Geschmack und Laune, einfach feiern! – Nach einigen Überlegungen einigten wir uns, wir gehen bummeln außerhalb der Anlage, da gibt es immer etwas Interessantes zu sehen und zu beobachten. So war es auch. Mit Aufmerksamkeit beobachteten wir das Spielen der süßen kleinen afrikanischen Kinder mit den großen dunklen Augen. Ein Größeres ging auf den Nachbartisch zu, wir hatten unterdessen in einem Freiluft Kaffee Platz gefunden, und er erhielt von dort etwas in seine kleine Hand gedrückt. Sicher normal. Einen Augenblick später, der Nachbartisch war unterdessen leer, bekamen wir an unserem Tisch Besuch, der sich als der Lehrer des beschenkten Jungen vorstellte. Wir bekamen Folgendes im Gespräch zu hören: Bitte geben oder schenken sie den Kindern kein Geld. Diese sammeln mehr ein, als ihre Eltern erarbeiten können. Das tut nicht gut, das verdirbt die Freude am Wirken, es gibt keinen Lohn fürs „Nichtstun“, diese Geschenke verderben nur. Wir benötigen für die Kinder, und das immer wieder, Hefte, Stifte, und Bücher, die als Geschenk ebenfalls Freude bereiten, eventuell Süßigkeiten, die wir aufteilen können, usw. Ich muss ehrlich sagen, ich war sehr erstaunt, darüber habe ich auch noch nicht nachgedacht. Analphabeten, es gibt ihrer leider zu Viele. Wir versuchen, dass alle Kinder die Schule besuchen können, damit sie auch so ein Leben haben, wie andere Kinder in reicheren Ländern. Wir waren sehr nachdenklich geworden. Mit dem Lehrer – „Tom“ – wie wir ihn nennen sollten, verabredeten wir uns für den 3. 1. im Neuen Jahr. Wir wollten etwas von Gambias Geschichte hören und wir benötigten einen guten zuverlässigen „Fremdenführer“ für unsere Urlaubstage. Also bis dahin: Kommen sie gut vom „Alten“ in das „Neue“ Jahr.

      Anmerkung: geschrieben vom Wanderer