In Memoriam – St. Petersburg

      In Memoriam – St. Petersburg

      Von atemberaubender Schönheit, vergleichbar mit dem weltbekannten Versailles Schloss bei Paris, so präsentiert sich die Sommerresidenz Zar Peter des Großen, Kaiser von Russland, die 30 km westlich von St. Petersburg am südlichen Ufer des Finnischen Meerbusens liegt. Unvergesslich bleibt der Blick von der Palastterrasse auf den Meereskanal, der den großen Palast mit der Ostsee verbindet. Erklärung Irinas: Zar Peter reiste öfters aus St. Petersburg mit den Schiff an. Anmutig, gepflegt, gehalten im Stil der damaligen Zeit, zeigt sich die Gartenarchitektur mit den Spielen der vielen unterschiedlichen Fontänen und Kaskaden, einladend zum Spazieren gehen, zum Schauen und Träumen. Du merkst nicht wie die Zeit verrinnt.Peterhof: Die Besichtigung des großen Palastes ist ein absolutes „ Muss “ so unsere Reiseleiterin, Irina. Er ist unter all den Zarenresidenzen die Nr.1. und Ausdruck vom Ruhm, der Größe und der Macht des Herrschers. Die Grundsteinlegung ist auf das Jahr 1704 datiert. An der Südküste des Finnischen Meerbusens ließ Peter der Große damals ein kleines Landhaus bauen um zu Rasten, wie es heißt, auf den Weg von der Peter-Pauls-Festung nach Kronstadt.Die Führung im großen Palast zeigte uns Räume von erlesener Schönheit, voll Prunk, Gemälde, Skulpturen, usw. von unschätzbarem Wert. Nur schauen und träumen. Könnte man hier leben bei all dieser Pracht und Herrlichkeit? Leben mit Handy und Laptop unter dem Arm? Würde man die Realität vergessen? Verlöre man sie aus den Augen? Jeder von uns hatte wohl so seine eigenen Gedanken.

      Peter der Große: Es heißt, 21 Jahre führte er Krieg und baute sein Imperium immer weiter aus. Er verstarb im Jahre 1725, am 28. Januar. Seine 2. Frau Katharina lässt er ein Jahr davor noch zur Kaiserin krönen. Sie übernimmt die Herrschaft über Russland als Katharina die Erste.

      Wir verabschiedeten unsere Reiseleiterin Irina. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Unsere kleine Gruppe, bestehend aus den jüngeren Jahrgängen, hatte sich mit Wolodja und Dimitri verabredet. Wir wollten noch nach Zarskoje Selo, zum „Funkelnden Juwel“ mit dem legendären Bernsteinzimmer, das als 8. Weltwunder bezeichnet wird. Südlich, 25 km von St. Petersburg liegt die Zarenresidenz für den Sommer, errichtet für die Ehefrau Peter des Großen Katharina die Erste. Mit den prachtvollen Palästen, den wunderschönen weitläufigen Parks war und ist das Gesamtbild ein Anziehungspunkt von atemberaubender Schönheit und Harmonie, damals für den russischen Adel und den internationalen Gästen genauso wie für uns heutige Touristen. Unterschiedliche Epochen und Kunstrichtungen treffen hier im Katharinenpalast aufeinander, dazu die reichlich vergoldeten Räume. Wo schaust du zuerst hin? Das Gefühl und Gespür für Schönheit, der Kunstsinn, dieses besondere Flair lässt dich so Manches erahnen und im Hintergrund tauchen wohl auch leise die Fragen auf: Könntest du hier leben? Wer hat das Erschaffen mit der Hände Arbeit nach den Plänen von Genies? Unter welchen Bedingungen? Legen wir für diese Menschen eine Gedenkminute ein, für die sie und deren Leben! Weltkulturerbe der UNESCO mit 2300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern, einfach ein Wahnsinn! Diese ganze Pracht St. Petersburgs übertrifft nur noch Venedig, heißt es! Wir bekamen eine Kostprobe davon zu sehen und einen Hauch aus der großen Vergangenheit zu spüren. Übrigens, es war auch die Lieblings Sommerresidenz von der Zarin „ Katharina der Großen.“

      Ihr saht nur das Leuchtende, das Licht, das Blendende, dass waren Wolodjas Worte. Wir trafen uns dort, wo der alte grauhaarige, stolze und schweigsame Sibirier so meisterlich auf seiner Balalaika spielte. Ich hatte eigentlich das Bedürfnis, nur da zu sitzen, und nichts zu denken, doch er sagte, lasst uns kurz die Schatten erwähnen, die über St. Petersburg wahren, nur die Großen, die Alles verhüllten und unsägliches Leid über die Stadt und die Bevölkerung brachten.Geschichte: 1905 – ist die Stadt das Zentrum der Revolution gegen die Macht des Zaren.1914 – 1. Weltkrieg, St. Petersburg wird umbenannt in „ Petrograd“ und – 1917 ist die Metropole Mittelpunkt der russischen Oktoberrevolution. Nach dem Tod „ Lenins“ (1870-1924) Begründer der SU, erhielt sie den ehrenvollen Namen: „ Leningrad“. Im 2. Weltkrieg kämpfte sie gegen die 900 tägige Belagerung der Deutschen Armee ohne besiegt zu werden aber mit Millionen von Toten durch Hunger, Bomben und Krankheit. Hassen wir alle Revolutionen, alle Kriege, alles was Inhuman ist. Achten wir die Persönlichkeit des Einzelnen, die Souveränität, die Territorien der Länder! Vertreiben wir im 21. Jahrhundert alle Schatten, das Dunkel, dass das Lichte überdeckt, und so den Blick trübt. Leben wir Freundschaft mit allen Völkern.

      Mit Zustimmung der Bevölkerung erhielt die Millionen Metropole im Jahre 1991 ihren alten, historischen, legendären Namen zurück, aus Leningrad wurde wieder St. Petersburg!

      Ende einer interessanten Reise!

      Anmerkung: geschrieben von Sissi