Eine kleine Reise!

      Eine kleine Reise!

      Eine
      kleine Reise!

      3Tage
      Berlin und 10 Tage Ostsee.

      Der
      Entschluss zu verreisen wurde schon im Sommer gefasst.

      Aber
      wie es so ist ,zog es sich hin bis Oktober.

      Wir
      bemerkten zu spät, das unser Berlin Besuch auch auf den Tag der
      Deutschen Einheit fiel.

      Was
      soll es sagten wir ...Berlin ist immer eine Reise wert.

      Wir
      haben in Wandlitz Quartier bezogen.

      Genau
      da wo Honecker und seine Genossen wohnten und auch zur Jagd gingen.

      Das
      sei nur nebenbei bemerkt.

      Es
      war Mittwoch der 2 Oktober und wir wälzten am Abend eifrig
      Fahrpläne, wie wir am besten am nächsten Morgen nach Berlin hinein
      fahren konnten .

      Am
      nächsten Tag 3 Oktober .Wir standen am Bahnhof und wussten von
      nichts mehr …..Feiertag..... Schalter geschlossen .

      Doch
      die Fahrt gestaltete sich noch recht gemütlich ,die Schaffner waren
      sehr nett und haben uns weiter geholfen . Wir hatten eine Tageskarte
      für 7,70 Euro bekommen für das ganze Netz in Berlin , was ich sehr
      günstig fand.

      Wir
      stiegen genau am Brandenburger Tor aus und ich konnte die Quadriga
      schon von weitem sehen.

      Ich
      war sehr beeindruckt ,einmal da zu stehen ,wo soviel an Geschichte
      schon geschehen war.

      Am
      Eingang in Richtung Tor wurden wir schon von Sicherheitskräften
      kontrolliert. Hinter dem Tor war eine Art Kirmes oder Volksfest
      aufgebaut mit diversen Fahrgeschäften.

      Verhungern
      und verdursten konnte und brauchte man nicht ,auch dafür war
      gesorgt.

      Wir
      ließen uns gegen Mittag auf einen Imbiss an den Tischen und Bänken
      nieder und sahen zu wie die Menschenmassen an uns vorbei zogen.

      Der
      Friedensengel leuchtete uns entgegen,die Kuppel des Reichstag lugte
      zwischen den Bäumen hervor und das Denkmal der Strasse des 17 Juni
      von den gefallenen sowjetischen Soldaten war sehenswert ,so groß
      hatte ich es mir nicht vorgestellt.

      Wir
      kamen auch an den bekannten Hotel Adlon vorbei wo auch heute noch die
      Prominenz von Dienern in Livree zu ihren Wagen und Taxen geleitet
      wurden .

      Wie
      in der guten alten Zeit.

      Wir
      sahen dem Treiben zu ,als wir einen jungen Mann bemerkten,der mit
      einen Mikrofon Leute befragte.

      Er
      kam auch prompt zu unseren Tisch und stellte sich als Reporter der
      Berliner Morgenpost vor.

      Er
      fragte uns, was uns mit diesen Tag verbinde und was wir von der Feier
      hier so hielten. Als wir sagten wir kommen aus Hof und haben die
      Öffnung der Grenzen genau so erlebt wie die Menschen hier in Berlin
      ,war er total begeistert und wir wurden Interview.

      Mein
      Lebensgefährte erzählte ihm das er in seinen Beruf damit zu tun
      hatte. Und das er auch in der Gauck Behörde gearbeitet hätte und
      auch die Beerdigung von Willy Brandt mit seinen Kollegen organisiert
      habe.

      Es
      wurde eine längere Geschichte .

      Der
      Reporter machte sich eifrig Notizen und wir fanden uns am nächsten
      Tag wörtlich zitiert in der Berliner Morgenpost wieder.

      Wir
      kauften natürlich eine Ausgabe zum Andenken , denn so ein Souvenier
      bekommt man auch nicht alle Tage.

      Der
      Tag war noch nicht zu Ende ,wir fuhren noch zum Alexanderplatz wo wir
      die Nikoleikirche sehen wollten.Wir hatten uns geirrt und standen vor
      der Marienkirche und den Neptun Brunnen was auch sehr schön war.

      Wir
      zogen weiter, unsere Beine waren schon müde geworden ,es war später
      Nachmittag und wir wollten noch das Zille Museum besichtigen .Von den
      bekannten Milieu Zeichner von Berlin, auch das war sehenswert.

      Die
      Nikoleikirche sahen wir nur von außen den es war schon dunkel
      geworden und wir hatten Hunger.

      Wir
      kehrten in das bekannte Gasthaus ...Nussbaum..ein und schmausten
      vorzüglich, denn auch hier hatte Zille seine Spuren hinterlassen.

      Es
      war genug und wir wollten so schnell wie möglich zurück nach
      Wandlitz, aber wir kamen nicht weit .

      Den
      mittlerweile hatte die Polizei alles abgesperrt weil Demonstrationen
      angemeldet waren, die sich bis Mitternacht hinziehen sollten .Wir
      standen also da und waren sauer wie auch die anderen Passanten. Es
      waren circa tausend Demonstranten und zweitausend Polizisten die aus
      der ganzen Republick zusammen gezogen wurden was am nächsten Tag in
      der Zeitung stand.

      Endlich
      gewährte man uns ein Schlupfloch und weg waren wir.

      Am
      nächsten Tag fuhren wir wieder hinein ,ich wollte doch auch noch
      auf den Kurfürstendam den ich noch in Erinnerung hatte ,als die
      Grenzen noch geschlossen waren.

      Alles
      hatte sich verändert,nichts war mehr da von den Flair in meinen
      Gedanken, mit Mühe sah ich die Kaiser Willhelm Gedächtniskirche.

      Man
      hatte den Eindruck ganz Berlin explodiert in einen Bauboom. Ich war
      schon ein wenig enttäuscht.

      Ruhe
      und Erholung von dem Lärm in der Stadt fand man nur in der neuen
      Kirche nebenan.Wir fuhren durch die Stadt um das ..KaDeWe zu
      besichtigen auch das musste man gesehen haben. Die Menschenmassen
      zogen von einer Türe hinein und man wurde automatisch an der anderen
      Türe wieder hinaus geschoben.Das wars, keiner hat was gekauft ,es
      waren nur die großen Mode Label vertreten.

      Ich
      hatte genug von Berlin gesehen .Wir gingen noch zu Karstadt zum
      Mittagessen, das eher unseren Geldbeutel entsprach und ließen
      unseren Blick aus dem Panorama Fenstern noch einmal über die Stadt
      schweifen .

      Wir
      fuhren zurück nach Wandlitz um unsere Koffer zu packen ,den am
      nächsten Tag ging es weiter an die Ostsee ,nach Bansin.

      Wir
      sind in Bansin gelandet.

      Unsere
      Behausung vom Internet gebucht,entpuppte sich als ehemaliges
      Gartenhäuschen das als Bungalow angeboten wurde.25 Quadratmeter sehr
      minimal auf das nötigste reduziert. Das Wetter ist durchwachsen ,es
      ist schon Spätherbst geworden.Eine kleine Katze sitzt davor und
      maunzt zur Begrüßung,was sie wohl bei jeden Bewohner macht, um an
      diverse Leckereien zu kommen.Ihr Name ist Krümel und sie wird die
      nächsten Tage unser Begleiter sein.

      Wir
      richten uns ein ,große Ansprüche stellen wir nicht.Am nächsten Tag
      steht auf dem Plan,ein Spaziergang an die Ostsee.

      Wir
      ziehen los und stellen fest ,das wir doch weiter entfernt wohnten.

      Es
      geht Berg auf und Berg ab ,es musste schon gelaufen werden.

      Wir
      waren da.!

      Der
      Anblick auf das Wasser und in die Ferne war überwältigend.

      Man
      konnte sich im Spiel der Wellen verlieren. Es waren viele Menschen
      unterwegs und trotzdem konnte man die Stille fühlen.

      Am nächsten Tag
      fuhren wir mit einen kleinen Linienschiff nach Swienemünde in
      Polen.

      Große
      Frachtschiffe und riesige Fähren zogen an uns vorbei ,denn der Hafen
      war auch ein Knotenpunkt an der Ostsee.

      Wir
      hatten leider nur zwei Stunden Aufenthalt so das wir uns nur im
      Bereich des Hafens bewegen konnten.

      Man
      sah das in Polen die Uhren ein wenig anderes gehen.

      Am
      Hafenbecken entlang saßen viele Angler, holten einen Fisch nach dem
      anderen heraus und auch drei Füchse bewegten sich unter ihnen ,was
      weder die Männer noch die Füchse zu stören schien.

      So
      was wäre bei uns überhaupt nicht möglich. Zwei Stunden sind
      schnell vorbei, wir aßen noch vorzüglich zu Mittag es gab frisch
      gefangenen Fisch was uns auch entschädigte für die kurze Zeit.

      Ein
      Regentag! Aber das hält uns nicht auf.,wir gehen auch da hinaus um
      uns um zusehen. Es verschlägt uns in die nahen Wälder, wo wir auch
      noch Pilze fanden.Es gab viele Parasol Pilze die bei uns selten zu
      finden sind, Aber sieh schmecken sehr gut wenn sie wie ein Schnitzel
      gebraten werden.

      Die
      Menschen die hier leben scheinen den Pilz nicht zu kennen ,wie es
      sich nach einem Gespräch mit ihnen heraus stellte. Es war eine
      leckere Mahlzeit.

      Ein
      Erlebnis war auch ein Besuch in der Therme in Ahlbeck. Es waren
      ruhige Stunden in der Sauna. Das Erlebnis Bad haben wir uns gespart,
      weil die Lautstärke schon von weitem zu hören war.

      Am
      nächsten Tag war eine Fahrt über die Insel geplant ,es war leider
      sehr neblig doch wir wollten auch noch nach Rügen um die
      Kreidefelsen zu sehen. Es war leider nicht möglich,denn das Wetter
      hatte sich weiter verschlechtert und wir fuhren zurück.

      So
      vergeht die Zeit wie im Fluge und der Urlaub geht zu Ende.

      Ich
      sitze heute allein am Rande der Dünen und schaue auf den See hinaus.

      Eine
      Möwe sucht neugierig meine Gesellschaft ,wohl weil wir Menschen in
      ihren Lebensraum eingedrungen sind. Kinder lassen Drachen steigen mit
      wenig Erfolg, denn der Wind und die See zeigen sich heute von ihrer
      sanften Seite.

      Wir
      packen unsere Koffer es geht nach Hause, mit vielen interessanten
      Erlebnissen im Gepäck die uns wieder zu Hause den Alltag verschönern
      werden.