Rückblick- Ausblick

      Rückblick- Ausblick

      Rückblick – Ausblickauf das für sie selbst so wichtige, bedeutende Jahr ihrer Lebensumstellung:
      Von Ende August 2018 zu Ende August 2019. Es heißt: Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Das ist einfach Fakt, das ist nicht diskutierbar. Wie verhält sich das im Vergleich zu einem alten Menschen? Nur noch einmal will sie sich die Zeit nehmen und diesen Abschnitt Revue passieren lassen.
      Was hat sie verloren?
      Was hat sie gewonnen?

      Selbstkritisch hat sie dazu die hier auf der Website geschriebenen Beiträge darauf hin betrachtet. Ausgehend von „Ihr letztes Abenteuer“ mit Teil 2 „Hundstage“ und dem 3. Teil „Ein außergewöhnlicher Sommer“ bis hin zu „Nur ein Irrtum?“ weiterführend zu „Der Sommer“ und nun zum Ende der von ihr selbst gewählten Frist.Vorweg genommen: Ja, sie hat die beschriebene Lebensumstellung geschafft. Der liebevoll gestaltete Wohnbereich ist ihr zu Hause geworden. Er ist „beseelt“.

      September 2019 - es herbstelt. Kühl ist es geworden. Die ersten Blätter fallen vom Wind getragen ganz sacht zu Boden. Das Gras sieht graubraun aus. Es fehlt der Regen. Nur die großen Büsche und die Bäume zeigen noch Farbe, ihr wunderschönes Grün. Dazwischen steht ihre Bank, die sie so liebt. Wo sich atmen lässt. Wo noch Stille sein Kann. Der große Hof, der das Haus ihres Sohnes umgibt, wird zurzeit umgestaltet. Es sieht schon toll aus. Es wird ein Stück Lebensqualität für Alle, für die ganze große Familie sein.Sie lebt ihren ganz persönlichen gewohnten Alltag.
      Sie ist bis jetzt Selbstversorger geblieben trotz Behinderung. Der Rollator ist unterdessen ihr ein vertrauter Freund geworden. Sie fährt ihre Strecke fast täglich. Dazu hat sie die Tests mit den Hörgeräten beenden können. Nach dem Willen ihres lieben Doktor-Sohnes bekam sie die besten „Lauscher“ (Hörgeräte), die von der Technik her bekannt sind. Das ist ein großes Stück Normalität.Sie liebt ihre Familie. Sie haben gelernt miteinander respekt- und liebevoll umzugehen. Ihre Enkel, Buben im Alter von 8, 10 und 14 Jahren sind ein munteres Völkchen. Die süße Enkelin kam erst Ostern dazu. Daraus ergeben sich von ganz alleine Situationen, die kleine Hilfeleistung erfordern. Im Rahmen ihrer Möglichkeit ist sie immer dazu bereit.
      So vergehen die Tage wie im Flug. Die Zeit rinnt nur so durch die Finger. Das Grau des Himmels lässt es noch zeitiger als üblich Abend werden. Es ist still geworden. Die Buben haben ihr Spiel beendet und sind diskutierend und lachend die Treppen nach oben gestiegen. Dort wartet ein großer Wohnraum und Geborgenheit auf sie. Auch ihr Tag klingt aus. Gemütlich sitzt sie auf ihren Lieblingsplatz im bequemen Sessel. Roter Wein funkelt im Glas. Das Kerzenlicht flackert so ab und zu. Heute ist Leseabend. Mit „Perry Rhodan“ geht sie auf Entdeckung ins Weltall, so von Galaxie zu Galaxie, bis sie eines Tages nicht mehr zurückkehrt. Die Frage, ob man einen alten Menschen „verpflanzen“ sollte oder kann, muss offenbleiben. Es gibt zu viele Faktoren die dabei eine große Rolle spielen. Sie selbst ist Mitte der 80ziger Jahre. Leicht ist es nicht, einen, seinen Platz wieder zu finden passend zur eigenen Persönlichkeit ohne die Lebensgewohnheiten der Familienmitglieder oder anderen Mitmenschen zu stören und zu belasten.
      Doch mit Mut, Kraft, Hoffnung, Toleranz und positiven Denken lässt sich viel schaffen. Nur nicht aufgeben. Die Gesundheit spielt natürlich hierbei eine wesentliche Rolle.
      Mit lieben Gruß an alle Fans!