Beiträge von Wanderer

    wird das werden, so sind ihre eigenen Gedanken, als ihr Sohn und Hausarzt sie über Folgendes informierte: Mutter ehe es Winter wird, musst du noch einmal richtig Sonne tanken deiner Gesundheit wegen. Wir nehmen Dich im Oktober, zu unserem Urlaub, zur Sonnen-Insel mit. Du musst im Winter, wie stets, in deinem geliebten Wohnbereich bleiben. 4400 km Flug sind es bis zum Urlaubsland. Es hat den Stier als Staatswappen und ist die Heimat der Toreros.- Richtig, es ist Spanien mit seinen dazu gehörenden Inseln. Also auf und die Koffer gepackt das Abenteuer winkt.


    Gran Canaria wurde von den Inseln ausgewählt, die Sonnige, die geborene aus Vulkangestein.


    Der Flug dorthin verlief ohne Zwischenfall. Die Maschine landete zeitgemäß. Bis dahin gab es für sie null Schwierigkeiten. Während die Familie sich um das Gepäck kümmerte, es waren so etliche Koffer und Taschen, bekam sie einen Platz für Behinderte zugewiesen und wurde betreut. Etwas später, mit einem speziell dafür bereit gestellten Bus erreichten sie müde die Ferienanlage Monte Anfi, gelegen am Ufer des Atlantik. Es gab viel zu bestaunen. Schon allein die Empfangshalle war beeindruckend. Sie durfte in einem der großen, gemütlichen Sessel Platz nehmen, bis alle Formalitäten erledigt waren. Ihr Sohn zeigte und überraschte sie mit ihrem Quartier, ihrem zu Hause für die Ferienzeit. Im fünften Stock durfte sie allein ein großartiges Appartement bewohnen mit einer einzig artigen großen überdachten Terrasse. Das war das Erste, was sie beeindruckte. Im ganzen Wohnbereich fehlte es an nichts. Die Küche mit den bekannten Dingen lockte zum Kochen und Backen.

    Hier muss sie eine große Pause machen. Bei all den Angeboten, den Möglichkeiten und sicher Einigem mehr, denn sie ist auf „Fresubin“, auf flüssige Kost eingestellt. Es gehört zu ihrer Behinderung dazu. Trotzdem ist das Leben schön.Sie musste nun Einiges lernen. Die Etagen, durch Fahrstühle verbunden, brachten sie am Anfang der Zeit in Bedrängnis, denn im sechsten sowie zehnten Stockwerk waren weitere Familien Mitglieder zu Hause. Eine Tasse Kaffee morgens, auf Einladung ihres Sohnes mit seinen Lieben, im „Zehnten“, nahm sie gerne an.


    Verliebt ist sie in ihre Terrasse. Sie ist ihr Aufenthaltsort zum Träumen, beobachten, ihre Sicherheit. Zwei Holzliegen, ein Tisch mit vier Stühlen und ein Wäschetrockner ist das Inventar, mehr braucht sie aber auch nicht. Ihr gemieteter Rollator steht in der Ecke. Eine Raumpflegerin ist für die Sauberkeit, den Wäschetausch und das Betten beziehen zuständig. Und nun, was soll sie tun? Ihr Sohn war gekommen und steht neben ihr. Schau Mutter, das ist Urlaub! Ruhe und Nichtstun waren in den folgenden Tagen angesagt. Sie begann ihren Tag mit dem Sonnenaufgang auf ihrer Liege. Sah dem Erwachen ihrer Umgebung zu. Das Lichtermeer ringsum und die Positionslampen im Atlantik erloschen. Die Gärtner kamen die wunderschönen Anlagen und die exotischen Pflanzen zu pflegen, sowie die Wege etc. Die Möwen und die großen ihr fremden Seevögel flogen vorüber. Sicher haben auch sie ihren Platz, ihr Ziel, denn am Abend, zu einer bestimmten Zeit, kamen sie aus derselben Richtung zurück und suchten bewusst oder instinktiv ihr Nachtlager auf.

    Die Sonne ging schlafen. Sie beobachtete ihren Untergang. Es wurde Still. Die kleinen Boote waren schon längst in den Hafen zurückgekehrt. Die Beleuchtungen ringsum und die Leuchtsignale auf dem Atlantik erwachten. Ansonsten ist nur noch Ruhe und Stille. Noch konnte sie den Wellen des Meeres zusehen bis die Schwärze der Nacht alles verschlang.


    Nur Zweimal war sie unterwegs mit ihrer Familie, mit Auto und Rollator. Beide Ausflüge waren für sie wunderschön und bleiben unvergessen. Ihr Sohn zeigte ihr an einem Nachmittag die Anlage mit den exotischen Pflanzen und den einmaligen versteckten Plätzen. Romantik pur. Bänke zum Ausruhen standen an grünen mit Blumen durchwachsenen hohen Hecken. Sie erinnerten an Trennwände. - Sie war trotz Begeisterung unsagbar müde. Das für sie altbekannte Übel trat wieder auf. Sie konnte ihre Beine kaum noch setzen und laufen. Ihr Sohn bemerkte es. Ach komm Mutter nimm Platz auf den Rollator, und mit erheiterten Worten rannte er los bis kurz vor der Eingangshalle, die hell erleuchtet und wie immer von ein und ausgehenden Gästen und einigen Autos eine gewisse Kulisse bildeten. Denn, auf der Straße waren zur Sicherheit für die Fahrzeuge kleine Stopper aus Stein eingebaut, eine kleine Schräge. Ihr Sohn konnte diese nicht sehen da sie ja vor ihm saß, er stolperte, der Rollator kippte, Mutter lag auf der Straße, der Sohn über ihr, der Rollator bildete den Abschluss. Das war vielleicht eine Nummer! Später sagte er, weißt du Mutter, ich habe dich sanft auf die Straße gleiten lassen. Der Rollator war nicht Luft bereift. Vor ihr liegt das „Discover Nature – Poeme del Mar“ Aquarium in Las Palmas de Gran Canaria. Es wurde im Jahre 1994 gegründet mit dem Ziel, die Natur und Artenvielfalt mit Projekten zur Arterhaltung, Forschung und Bildung zu schützen. In der zweiten Woche bekam sie die Einladung nach Las Palmas. Ein Auto hatte ihr Sohn gemietet, der Rollator wurde eingepackt und sie dazu auf dem Beifahrer Sitz gesetzt. Das Ziel war das Aquarium. Stunden kann man sich dort aufhalten, so ist ihre Meinung. Sitzgelegenheiten befinden sich überall. Vor den riesig großen und auch kleinen Behältnissen aus einem besonderen Glas gefertigt, sind diese mit Fischen aller Art besetzt bis hoch zum Hai. Genauso zu bewundern und zu beobachten sind in den kleinen Kästen zum Beispiel die Seepferdchen, besondere Würmer und anderes kleines Getier. Es war für sie einfach einmalig.


    Dazwischen stehen sehr dekorative die exotischen Pflanzen, die das meisterliche Bild abrunden. Es ist an Alles gedacht. Ein Café sowie ein Restaurant für warme Kost auf Bestellung zubereitet, gehört dazu und ist empfehlenswert.


    Herzlichen Dank mein lieber Sohn für dieses einmalige, unvergessliche Geschenk!


    Noch einmal hält sie müde ihren - Boarding Pass – in den Händen. Eine wunderschöne Erinnerung an eine Reise und das fast neunzig jährig.

    Das Leben ist und bleibt ein Abenteuer und das bis zum letzten Atemzug!

    Mühsam und tief gebeugt von der zu tragenden Last, die die Unvernunft, die Gier nach Macht, die furchtbaren Kriege und die daraus resultierenden Sorgen und Nöte, die Friedlosigkeit und sicher noch Einiges mehr, so kommt, wie ein uralter Mann schlurfenden Schrittes unser zu Ende gehendes Jahr daher.


    In drei Tagen treten wir in die vorweihnachtliche Zeit ein, die Zeit, die uns zu Christi Geburt führt, zu dem Menschen gewordene Liebe Gottes. Und wieder werden wir gemeinsam singen, „ich steh an Deiner Krippe hier, oh Jesu, du mein Leben.“ Mit welchen Gedanken dabei, nur aus Tradition? Diese Geschichte vom Vergehen und neuem Werden, die sich jährlich wiederholt ist nicht immer gleich. Ich weiß es aus Erfahrung.



    Advent

    Welch ein Zauber liegt über Allen. Er ist spürbar. Es ist als gehen die Uhren anders. Ich sitze in meinem Lieblingsstuhl am großen Fenster und schaue den Schneeflocken zu, die ein stürmischer Wind tanzen lässt. Ich hoffe insgeheim, er möge noch eine ganze Flocken Herde vor sich hertreiben, um Wald und Flur mit einer dicken weisen Decke zu schützen. Es heißt: es wächst viel Brot in der Winternacht. Nebenbei wird all das Unschöne, das Schmutzige, verschwinden. Nur die Autofahrer werden nicht begeistert sein.


    Es ist magisch: Die Lichter leuchten hell und klar. Stille, sie ist fühlbar laut. Wie in einem Traum steigen aus der Erinnerung all die Lieben von einst herauf. Ich bin erstaunt. Geschieht es auf meinen geheimen Wunsch hin, durch meine große Sehnsucht, die innige Verbundenheit, das gemeinsame Erleben voller gegenseitiger Achtung, voller Vertrauen und Hoffnung auf das Wiedersehen? Es ist und bleibt Magie!


    Wie heißt es doch in dieser besonderen Zeit:

    ... und die Seelen werden knien vor dem Throne Gottes..."


    Was ist die Zeit

    Festhalten, einfach festhalten möchte man sie jetzt. Sie rinnt einem durch die Finger. Die zweite Woche geht zu Ende. Die Hektik nimmt zu. Die Frage nach den Geschenken für die Lieben, die für das kommende Weihnachtsfest gewünscht werden, st aktuell. Es wird darüber im Familien- und Freundeskreis diskutiert. So im Hin und Her. Doch das ist so ein Thema für sich. Das größte und wertvollste aller Präsente ist das Zeitgeschenk denke ich und Frieden in der Welt, in der wir leben.


    Die Kerzen flackern. Eine nach der anderen wird verlöschen. Dann wird es dunkel. Ich werde sie nicht erneuern.


    Ich sitze in Gedanken am Fenster. Um mich ist Dunkelheit und Stille, bis der kräftige Windstoß mich aus meiner Träumerei holt. Es schneit. Die Flocken, die wie kleine Sterne sind, tanzen.



    Ihnen Allen, liebe Freunde, Ihnen verehrter Stan Marlow, wünsche ich noch gesegnete, friedliche und besinnliche Tage. Bleiben sie wohlauf.

    Gegen das Vergessen



    Ist er vermerkt im Kalender, zum Erinnern an Jene die starben ohne gefragt zu werden nach ihrem Leben, nach ihren Wünschen und Träumen.


    Der Volkstrauertag


    Wir hören das – Lied – aus Anlass zu dieser Feierstunde, weltbekannt, und scheinbar für die Ewigkeit geschrieben, da der Mensch unbelehrbar ist trotz seiner Erkenntnis, seiner Sehnsucht nach Frieden im eigenen Land und in der Welt.


    Ich hatte einen Kameraden....



    Volkstrauertag


    Wir trauern um alle Toten der Kriege, Soldaten, Zivilisten, Flüchtlinge, Vertriebene, wir gedenken auch an Jene die auf ihrer Flucht im Mittelmeer ihr Grab fanden. Wir sind traurig über die Unbelehrbarkeit der Menschheit, der es nicht gelingt Frieden zu schaffen sowie die Unantastbarkeit, die Würde jedes Einzelnen anzuerkennen, sodass Humanität, Liebe, Freiheit, Frieden, Hilfsbereitschaft etc keine Fremdwörter für so Manchen sind und bleiben.


    Aber warum schaffen wir es einfach nicht Frieden zu schaffen und zu halten? Sind wir Menschen im Innersten zu unreif, zu egoistisch, zu inhuman? Wie sieht es in der Seele aus? Regiert dort noch der Hass von den Verletzungen des Krieges, der Vertreibung, von all dem Unrecht was den Einzelnen zugefügt wurde? Können wir nicht vergeben?


    Aus der Erinnerung: Ich stehe mit auf dem Platz vor dem Standbild des jungen Soldaten. Vor mir die Abgeordneten der Marine, der Luftwaffe und des Heeres. Die Trompeten begleiteten die Feierstunde. Es erklingt die Melodie, das Lied vom


    ... Kameraden, den ich verlor!

    Dieses bemerkenswerte Schriftstück vom 25. 4. 2014 hat eine für mich ganz eigene auffordernde Art nachzudenken und mich gleichzeitig damit auseinanderzusetzen.


    Aus dem Text: Wissend zu werden ist für mich wie für einen Blinden, der plötzlich seine Sehkraft wiedererlangt und der zugleich Angst hat, in die Dunkelheit zurückzufallen, deshalb versuche ich jeden Tag intensiv zu leben.


    An einer anderen Stelle schreiben Sie: Zu viel sehe ich, vielleicht gehe ich zu bewusst durch das Leben.


    Hallo Stan Marlow


    Hier meine Gedanken: Mit einem wachen Geist ausgerüstet zu sein von Kindes Beinen an, das wäre das Optimale. Wir werden zu sehr geprägt vom Umfeld, von gravierenden Ereignissen, die wir nie vergessen werden selbst nach Jahren nicht. Die Kinder des 2. Weltkrieges lernten auch folgende Worte verstehen: „Tiefflieger mit Bordkanonen!“ Ich erinnere mich nur allzu gut an ein Erlebnis mit einem von ihnen: Alarm, wir rannten durch die kleine Gartenanlage zur Landstraße mit dem Graben 2 Frauen und Kinder. Marianne schrie plötzlich, dort hinein, auf den Bauch, stillliegen, Tiefflieger! Der Pilot sah uns, aber er Schoß nicht. Er flog weiter. Langsam verging die Angst. Das war ein Guter, sagte Einer von uns Kindern. Ja, er war ein Mensch!


    Anfang Mai 1945


    Geschichte: Deutschland lag in Schutt und Asche und die bekannten Worte galten und gelten sicher noch weiter hin durch alle neuentstehenden Kriege: Wehe dem Besiegten! Aber dem zum Trotz: Es war Frühling! Zwischen den Schutt und den stehen gebliebenen Ruinen zeigten sich einzelne Grashalme und kleine Blüten.


    Unser Land wurde nach dem verlorenen Krieg aufgeteilt in Zonen. Wir gehörten zum Ostblock, russische Besatzung, das nebenbei. Unsere zerbombte in ein Trümmerfeld verwandelte Heimat musste aufgeräumt werden damit ein Wiederaufbau möglich wurde. Also dann ihr Frauen, Hacke und Schaufel in die Hand und an die Arbeit. Der Lebensunterhalt für sie selbst und die Kinder wurde auf diese Art verdient. Der Wochenlohn einer Trümmerfrau betrug 31, Mark und einige Pfennige. Es Entstanden so die reinen Frauen Brigaden. Die Männer, unsere Väter waren entweder gefallen oder lebten in Gefangenschaft, in Ost oder im Westen, Humanität? Es war doch Frieden!


    Hier stellt sich die Frage nach dem Menschsein, nach Humanität, nach Handeln und Streben. Die Verantwortung des Einzelnen für das gesamte Geschehen? Ich denke ja, und das ist eine Lebensaufgabe bis zum letzte Atemzug, so meine Erkenntnis.



    Das Wort „Vertrauen“ gleich wo, im Zeitgeschehen oder Privat verwendet, verspricht Stabilität, verführt zu einer gewissen Sorglosigkeit, zu einer Verlässlichkeit. Wehe dem es ist nicht so und es wurde Missbraucht von Macht und Gier.


    Zeitgeschehen damals: Unser geteiltes Land: Der Westliche Teil wurde zu der BRD, zur Bundes Republik Deutschland. Wir im Osten überlegten und fanden das Motto gut: Nie wieder Krieg, auf das nie wieder eine Mutter ihren Sohn beweint. Wir wurden zur DDR, zur Deutschen Demokratischen Republik, Sowjetische Besatzungsmacht. Die kriegsmüden Menschen vertrauten dem Slogan nur allzu gerne. Die geschlagenen Wunden des Einzelnen wie im ganzen Umfeld waren unübersehbar, so die Erkenntnis. Die Sehnsucht nach Ruhe und Frieden, nach Liebe und einem geregelten Leben waren, sind und bleiben verständlich. Aus der Geschichte: am Ende des Staates: die Berliner Mauer, erstellt von der DDR, auf ihr patronierten die Soldaten des Sozialistischen Staates. Sie schossen auf Deutsche die die DDR durch Flucht verlassen wollten. Die Gründe hierfür sind Privatsache. Wer dazu bereit ist? Enttäuschung, missbrauchtes Vertrauen? Meine Frage hierzu: Warum? Einmal missbrauchtes Vertrauen behält immer seinen bitteren Beigeschmack!



    Nun braust der Herbstwind um die Ecken um Wiesen, Stoppelfelder und Wälder. Er rüttelt an Allem was sich ihm in den Weg stellt und biegt die Bäume zur Erde nieder. Das welke Laub wirbelt er auf zum Tanz. Doch nicht alle Bäume wiederstanden den wilden Reigen und blieben geknickt zurück. Ich sitze am großen Fenster in meiner Lieblingsecke und sehe dem Treiben zu.


    Frage und Erkenntnis liegen offen bei einander. Das Schwache, alte nicht mehr widerstandsfähige muss vergehen um den Jungen, Sprießenden einer neuen Generation Leben Raum zu geben.



    Hallo Stan Marlow


    Lange hat mich dieses Thema beschäftigt. Es lohnt sich auch selbst im eigenen Leben zu forschen. Nur am Ende stellt sich mir die Frage, der Mensch handelt nicht nach der Erkenntnis, sondern nachdem was er will! Meist sind es Macht, Gier nach Besitz, nach Reichtum und Einiges mehr. Ich danke Ihnen für Ihr bemerkenswertes Schriftstück.

    Oasen im Alter – Die Reha – Kliniken


    Sie möchte hier berichten von ihren Erlebnissen. Ihre Lebensjahre enteilten lautlos im Sturmschritt. Sie hat es nicht bemerkt. So empfindet sie es. Beim Nachdenken stuft sie die „Acht und Achtzig“ die im Ausweis stehen schlicht als wundervoll ein mit all den Höhen und Tiefen.


    Nach drei aufeinander folgenden Operationen mit flüssiger Ernährung und Dauerkatheder ging die Anschluss Behandlung in der Rhea Klinik in Bad Steben, in der „Alexander von Humboldt“ weiter. Erst hier, dazu ganz langsam wurde ihr bewusst, was mit ihr los war, was sie wieder lernen und begreifen musste.


    Vorweg möchte sie betonen, dass alle Betreuer, sowie Prüfer ausgebildete Fachkräfte auf ihrem Gebiet sind. In der Aufnahme wurden zuerst ihre mentalen Leistungen unter die Lupe genommen und nach Punkten bewertet. Hier schnitt sie gut ab. Von den möglichen Dreißig schaffte sie Neunundzwanzig. Im Anschluss kam die Motorik an die Reihe. Klägliche Sieben Zähler waren hier ihre Leistungen und Möglichkeiten. Nachdem das Resultat feststand, wurde ihr zu Hause für die nächsten Wochen die Station Eins mit der Zimmer Nummer Einhundertdreizehn. Der große Zwei Betten Raum gefiel ihr. Er bot genügend Platz und engte nicht ein.


    Sie sehnte sich im Eigentlichen jedoch nach ihrem zu Hause, den Garten mit ihrer Lieblingsbank und ihrem Stuhl am Fenster. Sie vermisst das Wehen des Windes zur späten Abendstunde und die leise gewordenen Vogelstimmen. Dazu gehörte der Besuch der Freunde mit den gemeinsamen Erlebten von einst. Es werden wohl noch Tage verstreichen ehe sich ihr Wunsch erfüllt. Denn sie ist hier, um Verlorenes, Vergessenes, durch wessen Schuld auch immer, wieder zu erlernen um Leben zu können.


    Eine sehr nette Schwester machte sie bekannt mit der Patientin die schon über einer Woche hier lag. Sie zeigte ihr das Wesentliche im großen Bad. Erklärte dies und dass mit den ihr unbekannten Funktionen. Sie half ihr beim Einrichten von den Toilettensachen. Alles hat seinen Platz um reibungslos Arbeiten und pflegen zu können. Es ist also ein Miteinander. Einem riesen Irrtum aber unterliegt der Hilfe Suchende, der glaubt, nun ringsum bedient und gepflegt zu werden umso zu Gesunden und das durch Krankheit etc entstandene Defizit wieder in die gewohnte und erforderliche „Normalität“ umwandeln zu können um ein unbeschwertes Leben zu haben. Dieses ist unmöglich. Sie verrät hier gerne das Zauberwort, dass zu dem Gewünschten führt, es heißt: Arbeit, sich plagen, bis das verloren Gegangene wieder zur Verfügung steht. Dafür sind wir hier in dieser Rhea- Klinik, die sie als eine Oase empfindet.


    Sie fühlte sich in diesen Moment unendlich müde. Es war unterdessen Abend geworden. Eine Suppe und Zwei Flaschen Mineralwasser wurden ihr gereicht. Das war genug für sie. Das Bett zog sie magisch an. Einfach nur liegen, Augen zu, nichts mehr denken, Ruhe und Frieden zu haben, das war ihr einziger Wunsch noch an diesem Tag. Später bei dem Verteilen der Medikamente an die Mitpatientin, bekam sie ihren Stundenplan für die Woche von – bis sowie die nötigen Erklärungen von der Schwester dazu. Gleich am Morgen, nach dem Waschen und dem Frühstück was Sieben Uhr Zwanzig eingenommen wurde, begannen 8:30 die Übungen in der Gleichgewichts Gruppe von Frau G. an einer an der Zimmerwand angebrachten laufenden Stange. Danach folgten um Zwölf Uhr die Krankengymnastik bei Fr. F. Dreizehn Uhr Dreißig bis Vierzehn Uhr Übungen in der Kraftgruppe UEX: bei Frau Th. Und zum Tages Abschluss um Fünfzehn Uhr TZM-Therapie Aiju Dreißig Minuten bei Frau H. Das ist das sich ungefähr wiederholende Tages Pensum, oft noch mit Treppen steigen usw. Sie kann nur ehrlich sagen, das war und bleibt harte Arbeit, zumal wenn der Patient die letzte Zeit fast nur das Bett hüten musste.


    In den ersten Tagen, in den Freiräumen zwischen den einzelnen Anwendungen, wusste sie nicht wie sie in ihr Bett kommen sollte noch wie liegen. Auch hier war zuerst schwesterliche Hilfe notwendig. Aber verstehen sie: Nur zuerst! Sie hat hart gearbeitet, gelernt und begriffen, sie ist unendlich dankbar. Am Neunten Sechsten, nach den sechs Wochen Rhea, wurde sie nach Hause entlassen und vermisste arg die gute fürsorgliche Betreuung mit Speise und Trank und Einigem mehr. Deshalb heißt ihr Programm bis zum heutigen Tag „Selbstversorger“ werden. Lachen sie nicht, sie ist überzeugt, das dieses lernbar ist. Heute hat sie die Pflegestufe Zwei. Sie bekommt in der Hauswirtschaft und bei der Körperpflege, Bad oder Dusche wöchentlich je eine Stunde Hilfe damit kann sie leben.


    Nur unverändert blieb durch all die Jahre, durch die Wirren, die Höhen und Tiefen ihre Meinung, ihre Überzeugung, dass das Leben ein Abenteuer ist bis zum letzten Atemzug!“

    Zu Gunsten Terras


    des Erdballs kämpft und wirkt Covid-19, das Corona Virus. Ganz gleich welches Hirn, oder Hirne sich diesen Krieg gegen die Menschheit ausgedacht haben, oder welche Macht dahintersteht, es wird auch in diesem Geschehen gerungen, diesmal nur auf eine ganz andere, schleichende, leise Art. Auch hier gab und gibt es viele Tote und wird sie noch lange geben, Weltweit, es ist ja eine Pandemie. Reicht die Kapazität der Bestatter nicht aus, so werden Gräben gezogen mit Achtung und Verständnis, um die Toten in ihren Särgen zu beerdigen ohne die betreffenden Angehörigen. Die Trauerfeier findet nur in der Seele und dem Herzen statt, kein Lärm, keine Musik, leise, besinnlich ohne Ehrenbezeichnungen, ohne Grabrede und Blumenschmuck. Es ist Ausgangssperre, zu Hause bleiben ist die Devise.


    Überlegt liebe Freunde, es ist ja nur ein Virus was uns den Kampf angesagt hat. Es fallen keine Bomben, keine Panzer verwüsten das Land. Giftgas und Minen sind ebenfalls nicht im Einsatz, etc. Es ist eine Auseinandersetzung ganz anderer Art und sicher auch mit einem anderen Neuanfang und dies zu Gunsten unserer Mutter Erde. Wie steht doch geschrieben: Macht euch die Erde untertan. Von Zerstören und dezimieren derselben durch all ihre Ressourcen steht hingegen nichts.


    Im Moment gibt es in unserem Land, Deutschland, Lockerungen durch fast alle strengen aber berechtigten Maßnahmen. Gemeinsam haben wir es geschafft. Das heißt aber nicht, Covid-19 ist besiegt, es ist im Moment nur rückläufig. Sicher werden wir bald erfahren wie es weitergeht in dieser Auseinandersetzung durch unser Verhalten.


    Meine Lebenseinstellung war und ist: Sei Neugierig, schau über den „Tellerrand hinaus.“ Lauf soweit dich die Füße tragen und immer mit dem Geist voraus. Suchend, schauend, frei sein ohne Grenzen von Ländern und Erdteilen. Verstehen lernen ohne Vorurteile und die Schönheiten sehen die Mutter Erde uns zeigt und zeigen will. Es war und ist auch gleich wo ich mich befand oder befinde, ob Bergwelt, Seen, Ozeane oder Savanne überall verweilte ich in der Stille und nahm mir etwas von dem Zauber mit, den der Anblick oder das Geschehen boten.


    Erwähnen möchte ich noch besonders die tierischen Mitbewohner in ihrer gesamten Vielfalt, zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Nur einige Wenige kenne ich mit Namen, ihre Lebensgewohnheit sowie ihre Gefährlichkeit dem Menschen gegenüber. Die Daseins-Berechtigung aber haben sie bestimmt alle.


    Afrika-Kenia, von Nairobi zum „Amboseli – Nationalpark“ mit dem Bus.
    Im Hintergrund sahen wie den majestätisch aufragenden Kilimandscharo mit seinen 5895 Höhenmetern. Es war klar. Die Schneehaube der Bergspitze glitzerte, faszinierend! Plötzlich gab es einen Ruck. Der Motor war aus. Wir standen sogar etwas seitlich ab von dem Fahrweg. Was ist los? Panne, Reifenwechsel? Nein, wir hatten nur Gegenverkehr und staunten nicht schlecht. Gemächlich zog eine kleine Elefantenherde, Mütter mit ihrem süßen Nachwuchs am Fuße des Berges vorbei. Einzigartig! Zauberhaft! Der „Riese, Schnee, Sonne und das Großwild!


    Gegen das Vergessen gibt es den Garten der Erinnerung. Dorthin zieht es mich verstärkt in der schier endlosen Freizeit, hervorgerufen durch die Corona-Krise! - Ohne Vorurteile, aber voller Interesse, mit einer positiven Einstellung erwarte ich das Morgen!

    Remember

    Mit den Worten der Journalisten

    Ein Künstler in Versuchung
    Lesung im Flugmedizinischen Institut in Königsbrück
    Von Bernd Goldhammer -2002-
    So nüchtern das Kasino im Königsbrücker Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe sonst auch wirkt, am Freitagabend trug es deutliche mystische Züge.
    Stephan Machnitzki alias Stan Marlow hatte hierher zur Lesung seines Buches „Fluch der Versuchung“ eingeladen.
    Marlows Roman, aus dem Dr. Axel Turra las, ist absichtsvoll zeitlos gehalten. Bezüge zum Kunstgeschehen heutiger Tage ermöglichen sich. Erfolg wird gemacht, genauso wie Misserfolg.
    Gewollt oder nicht, das Buch kann durchaus als Zeitzeichen gedeutet werden. Voller Metaphern und folgenschweren Andeutungen ist nicht zuletzt das Innenleben unserer Tage interpretierbar. Mit allen täglich zu stellenden Fragen: Wie schnell ist man dabei, wann ist man abhängig und wann ausgeliefert? Welchen Preis mag man dafür zahlen? –Ein wichtiges Buch für die, die manchmal innehalten und fragen.

    Innere Freiheit erkämpfen und bewahren

    Buchlesung zu Stephan Machnitzkis Erstlingswerk „Fluch der Versuchung“ in der Schloss Klinik.
    Von Heiko Schreiber- 2002-
    Der Königsbrücker Historiker Dr. Axel Turra las aus den Texten. Seit 1996 arbeitet Machnitzki im Flugmedizinischen Institut Königsbrück als Fliegerarzt-Assistent. Die Schriftstellerei ist sein Hobby.
    Als Kernaussage des Romans könnte man heraushören: „Der Mensch soll auf seine innere Freiheit und Unabhängigkeit achten. Und falls er sie verloren hat, sollte er darum kämpfen, sie wieder zu erlangen.
    Stephan Machnitzki, der unter dem Pseudonym Stan Marlow schreibt, präsentierte mit seinem Erstlingswerk eine dramatisch, fesselnde Geschichte, die durchaus auch einige Parallelen zu heutigen gesellschaftlichen Geschehnissen
    bietet.

    Stephan Machnitzki
    Mittwoch, 31. März -2003- (ger)
    Er lebt zwei Leben: Als Hauptfeldwebel ist Stephen Machnitzki in der Abteilung Flugphysiologie am Flugmedizinischen Institut de Luftwaffe im sächsischen Königsbrück tätig. Unter dem Pseudonym „Stan Marlow“ setzt sich der 42-Jährige in seiner Freizeit mit ganz anderen Dingen auseinander.
    Als Erstlingsautor hat er sich vor kurzem mit dem Roman „Fluch der Versuchung“ an einen Stoff der Weltliteratur gewagt – die Faust-Saga. Und das Resultat kommt bei den Lesungen, die Machnitzki unter anderem auch im abgedunkelten nur von Kerzen erleuchteten Casino seines Standortes veranstaltet, an – auch bei den Kritikern! Das attestierte ihm ein Mitarbeiter der „Sächsischen Zeitung“, und schrieb: „So nüchtern das Casino sonst wirkt, an diesem Abend trug es deutlich mystische Züge“. Und mit allen diesen optischen und literarischen Zutaten, sei dem Schriftsteller „Stan Marlow“ eine spannende und zugleich dramatische Arbeit gelungen.


    Vom Teufel zum Erfolg getrieben

    Ein Schädel, Kerzenschein und eine geheimnisvolle Glaskugel: Stan Marlow aus Königsbrück liest im Großenhainer Kulturschloss
    Von Harald Kühne – 24.10.2003 –
    Erfolg ist in dieser Gesellschaft Pflicht. Wohl dem, dem da der Leibhaftige begegnet! Geld, Ruhm, Ansehen, schöne Frauen, Herz was willst du mehr? Doch der Pakt hat etwas Vernichtendes. Er macht abhängig. Und damit wirst du nicht wirklich glücklich. Kommt ihnen das bekannt vor?
    Stan Marlow bringt mit seinem Buch „Fluch der Versuchung“ Weltliteratur, die Faust-Saga, in ungewöhnlichem Gewand, dem Leser näher. Und er lässt unendlich viel Platz zum Philosophieren dabei.
    Es ist bereits die 2. Auflage des Buches.
    Der Schluss im „Fluch der Versuchung“ fasziniert die Leser am meisten. Das bestätigt neben vielen Internetstimmen auch Familie R. Doch es wäre nicht gut, diesen zu verraten. Denn schließlich soll ja das Buch gelesen werden.


    Die Bundeswehr - Magazin des Deutschen Bundeswehr Verbandes 5 / 2004

    Buchvorstellung
    Vom Teufelskreis der Abhängigkeit
    Ein Roman über Gut und Böse und die Versuchung
    Rom. Peter Sahm ist Kunstmaler, betrunken, nächstens unterwegs-und in einer tiefen Krise. Nichts will ihm geraten. Am Trevibrunnen hat er eine folgenschwere Begegnung.
    Die4 Geschichte lässt sich als die einer Glaubenskrise, als Kampf gegen das Böse – personifiziert als des Leibhaftigen düsterer Diener – und die einer Sucht lesen. Immer weniger vermag sich Sahm aus dem Bann seines diabolischen Begleiters zu befreien. Die Lust an der Macht und dem eigentümlichen Tatenschub, der ihn magische Bilder malen lässt, weichen der Ohnmacht in die Abhängigkeit.
    Alles in altmodischer Sprache verfasst gewissenhaft geschildert und blumig geschrieben. Marlow führt seinen Helden tief hinein, schafft schwüle Stimmungen und mystisch-magische Momente und erlaubt doch am Ende den erfrischend aufgeklärten Schluss: Mensch, lerne, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
    Den Erlös aus dem Verkauf des Buches, stiftete der Autor übrigens der Soldaten-Tumorhilfe.

    Hallo Stan,
    vor mir steht der Ordner mit noch manch einer interessanten Beurteilung Ihres Buches. Ich werde Ihnen einfach die einst gesammelten „Werke“ übergeben bei unserem nächsten Treff.
    Festhalten möchte ich noch Ihre Lesung in Hof (Oberfranken) im Jugendzentrum „ Q “ . Bei einer Abendvorstellung der besonderen Art waren Jugendliche ab 14 Jahre geladen. In zum Inhalt des Romans „Fluch der Versuchung“ und der passenden mystischen Dekoration, gelang es Ihnen die jungen Zuhörer in Ihren Bann zu ziehen. Später lasen Sie noch aus Ihrem Lyrik Band Gedankenlabyrinth –Bruderliebe.
    Es war der 20. 10. 04 um 19,00Uhr, so mein Vermerk. Es kamen 12 Jugendliche verschiedener Nationen. Es entstand eine rege positive Diskussion.
    Besonders bemerkenswert fand ich die Aussage eines 14-jährigen. Seine Eltern sind Türken. Sie zogen nach Deutschland. So wurde er hier geboren, in einem anderen Kulturkreis. Er sagte aus, ich kann das Gedicht gut verstehen. Ich liebe meinen Bruder. Er lebt in der Türkei bei meinen Großeltern. Er blieb dort. Wir haben Kontakt. Fahren dorthin in den Urlaub. Ich liebe ihn wirklich, aber verstehen tu ich ihn nicht!
    Verantwortliche für das Jugendzentrum war Frau Wagner.


    Schloss Ehrenberg, Literarischer Salon Freie Presse, Mittweida -27. 5. 2006 -

    Wenn aus einer Lesung ein Kunstereignis wird...
    Stan Marlow liest auf Schloss Ehrenberg aus seinem Roman „Fluch der Versuchung“ mit Live-Malerei und schauspielerischen Einlagen
    Kriebstein / Ehrenberg
    Schloss Ehrenberg ist der Sitz des Vereins Centro Arte Monte Onore von Pier Georgio Furlan.
    Die Lesung von Stan Marlow aus seinem Buch „Fluch der Versuchung“ wurde im wahrsten Sinne des Wortes untermalt von dem jungen Künstler Marcel Schäfer und von der Schauspielerin Susan Hendizadeh unterstützt.
    Nur Kerzen erhellten den großen Raum, der von Dachbalken unterteilt ist.
    Vor Beginn der Lesung wurden bereits die Besucher gewarnt: „Wie eine unsichtbare Saat wird das Böse in euch aufgehen,“ zischte Schauspielerin Susan Hendizadeh, die sich mitten in das Publikum gesetzt hatte mit ihrer rauen Stimme.
    Parallel zur Geschichte ließ dann Marcel Schäfer das im Buch erwähnte Bild einer Fandango-Tänzerin entstehen.


    Fakten der Geschichte
    Peter Sahm, ein erfolgloser Maler, trifft nachts am Trevibrunnen in Rom einen Gesandten des Teufels. Zunächst zweifelt er an dessen Angebot, ihm zu Ruhm und Ehre zu verhelfen und will sich nicht mit ihm verbünden. „Sie wissen wohl nicht, dass ich ein Gewissen habe“, argumentiert er. Sie haben auch einen Blinddarm. Beides kann man ersetzen, widerspricht der Teufelsgesandte. So wird der Maler erfolgreich und berühmt.
    Als er jedoch versucht, sein persönliches Glück vor dem Zugriff des Dämons zu retten, gerät sein Leben in Gefahr. Geschrieben von Andrea Voigt

    Viel Glück und Erfolg Stan für alle weiteren Lebensjahre. Es war eine wundervolle inspirierende und spannende Zeit.
    Ihr Wanderer- im Januar-2020-


    (Ende TEIL 2)

    Grüße aus der Südtiroler Bergwelt
    von dort wo der Winter noch ein Zu Hause hat steht die Berghütte meiner Freunde, die ich nach der gemeinsamen Silvesterfeier noch einige Zeit allein bewohnen darf.
    Ich hoffe, Ihr habt die Weihnachtstage gut überstanden, das „Neue Jahr -2020“ kräftig begossen und seid im normalen Alltag wie gewohnt angekommen.
    Die Schneeverhältnisse hier sind nicht so wie gewohnt, obwohl ich noch täglich auf den Brettern stehe. Ich vermisse das Heulen des Sturmes, das Rütteln an den Fensterläden, das treiben und tanzen der Flocken und einiges in dieser Sache mehr. Aber ich bin wieder angekommen, ich bin dort zu Hause in dieser Jahreszeit.

    In Memoriam
    Die Silvesterfeier „2018 zu 2019 “ hatte wahrlich ihren ganz besonderen Reiz. Hans und Rudolf, die Söhne meiner alten lieben Freunde, steckten im Stau auf der Autobahn, ein Unfall. Die Eltern warteten noch zu Hause im Tal. Ich war zum Glück voraus gestiegen um alles zu Richten. Später, als sie auf der Zwischenstation angekommen waren zog ein Wetter auf. Ich fragte mich im Stillen, werden sie es noch schaffen bis zu den letzten Minuten im alten und dem Beginn des Neuen Jahres? Dann kam die ersehnte Nachricht an mich. Hallo Wanderer, wir müssen abwarten. Nimm Dir derweil einen „Roten“ von den Alten Jahrgängen. Unterdessen war es 23.00Uhr. Das Kaminfeuer flackerte beim Kerzenschein und warf Schatten. Der „Rote“ funkelte im Glas. Mich umgab ein eigenartiger Zauber. Den ich nie vergessen werde.

    Irgendwann in dieser letzten Stunde viel mir ein, du hast doch noch den Roman von Stan im Rucksack. Ich hatte ihn mitgenommen um wieder einmal darin zu schmökern. Es ist sein Erstlingswerk gewesen. Bei der Buchtaufe in Königsbrück, im Geburtshaus Lessings, durfte ich dabei sein. Wie die Jahre vergehen, das war 2002. Was sagte doch Stan beim letzten Treff als wir im Gespräch darauf kamen? Fünf Auflagen hat es gegeben? - So hatte ich zum Klang der Glocken um 24.00 Uhr „Verfluchte Versuchung“ so der Titel und das Glas mit den „Roten“ in den Händen und prostete mir zu. Dann riss der berühmte Faden.

    2019 im Sommer übergab ich wunschgemäß ein Exemplar des Romans an junge Leute. Deren Interessen galt der Schreibweise und im Besonderen dem Inhalt. Was fanden sie für sich heraus? Goethes Faust -Saga einfach verändert und übernommen? Was war und ist ihre „offizielle“ Meinung? Da ich nichts darüber hörte, fragte ich Anfang Januar 2020 danach. Jedoch absolute Stille!

    Ich befinde mich noch in der Hütte in den Südtiroler Bergen. Keiner stört. Das bedeutet für mich Zeit, viel Zeit zum Nachdenken und zum Aufarbeiten. Deshalb steht neben mir der Ordner mit den gesammelten Ausschnitten von Presse Vertretern die fast bei jeder Lesung Stans aus den jeweiligen Orten dabei waren und darüber berichteten. Davon will ich Einiges hier auf der Website festhalten zur Einsicht und Erinnerung.

    (Ende TEIL 1)

    Zwischen Himmel und Erde


    Betrifft: Geistwesen

    Hallo, lieber alter Freund aus Kindertagen. Da haben Sie uns, Ihren Fans, mit dieser Reihe gleich der der Nephelin wieder einen exquisiten Stoff zum Nachdenken auf der einen Seite, zum Prüfen auf die Realität dieser Geschehnisse und der berühmten menschlichen Neugier auf der anderen Seite, also eine nicht ganz ungefährliche Nuss zum Knacken gegeben, so wir wollen. Danke Stan Marlow.
    Zu diesem Stoff möchte ich sagen, gehört außer der berühmten menschlichen Neugier und Sorglosigkeit eine gewisse geistige Reife und, ich glaube schon fast, eine eigene Gewissheit um deren Existenz.
    Ihr Artikel: Es ist an der Zeit—Sowie: Ein Spiel mit dem Feuer, finde ich bemerkenswert und bemerkenswert ehrlich. Ihre Wiedergabe von den Geschehnissen auf den Friedhof und danach ist purer Leichtsinn, wenngleich der Wissensdrang und die Abenteuerlust der Jugend etwas wie Verständnis hervorruft zumal am Lagerfeuer und die sogenannte Mutprobe ansteht.

    Leichen ausgraben im medizinischen Sinn um zu Erkenntnissen zu kommen, kennen wir aus den längst vergangenen Zeiten. Nennen wir jedoch diese Art mit Leichen oder Leichenteilen zu experimentieren Aufbau der Anatomie.
    „Seance“, die Kontakt Suche zum Jenseits, diesen Begriff und diese Bedeutung kenne ich nur aus der Theorie. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges war diese Kontaktsuche ein Hoffnungsschimmer für Viele die nicht glauben konnten, dass der Liebste nicht mehr zurückkehrt.


    Last das schwarze Spiel beginnen

    Sie haben alles „haarklein“ aufgeschrieben. Es zeigt Ihr Wissen um diese Dinge und gleichzeitig Ihr Verantwortungsgefühl, Verantwortung gegenüber der lauernten Gefahr. Stan ich habe gelesen, gestöbert, gesucht und nachgedacht, ich selbst habe in diesem Bereich keine eigenen Erfahrungen. Ich bin nur im gewissen Sinne „Nutznießer“ Ihres Wissens. Muss aber auch gestehen, dass ich nicht der Typ bin, der im Reich der Geisteswelt forscht. Mein Leben in der Vergangenheit sowie im Heute war recht gut befüllt im Positiven wie im kämpferischen. Aber ich glaube von je her an einen guten Geist, vielleicht auch Schutzengel genannt, der uns Menschen von Geburt an begleitet.


    Zu „Meine Persönlichen Erfahrungen“

    Lieber Stan, der Inhalt hat mich tief bewegt und zeigte mir mein Unvermögen auf, ein Nichtsehen können in der damaligen Zeit, in unserer Berliner Zeit mit Freund Hein. Wir richteten zusammen die Wohnung her und Einiges mehr. Sie beschreiben es recht ausführlich. Äußerlich war nichts zu sehen, so als ginge es Ihnen gut. Aber Sie waren oft müde und angeschlagen, wir schoben es auf den Dienst. Ich erinnere mich auch an das Gespräch mit Ihnen über die „Weiße Hexe“. Ich begriff die Thematik nicht, man nennt es wohl mit recht unbedarft, einfach bescheuert! Was bin ich für ein Freund! Kurz gesagt: Ich weiß um diese Zeit, Ich habe sie nicht verstanden. So bin ich Ihnen sehr verbunden, dass über so viele Jahre unsere Gemeinschaft in vielen Dingen Bestand hatte und hat. Möge es so bleiben.


    Mit lieben Gruß, Ihr Wanderer.

    Nach meinem Eintrag in das Gästebuch am 18. Dezember, allen Freunden und Fans noch ein wunderschönes, besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest wünschend, bestieg ich sogleich mein Auto, das parat stand und mit allem Gutem und Nötigen bepackt war, oben auf meine Skier. Mich zog es wie jedes Jahr in die Tiroler Bergwelt. Meine lieben betagten Freunde warteten schon lange.


    Die Weihnachtstage verbrachten wir mit allem Festlichen, mit Lichter und Glockengeläut, wie gewohnt im Tal. Am 30. 12. wollten wir zur Hütte aufsteigen. Aus lauter Freude übersah ich, was nun offensichtlich war, Trude war gesundheitlich sehr angeschlagen. Die Erkältung war es nicht alleine, die Jahre drückten den Stempel auf. Ich sah es ganz bewusst. Ein Aufstieg zur Hütte schien mir illusorisch zu sein. So blieb sie vorerst mit ihrem Mann zurück und beide warteten auf die Söhne, die auch noch nicht eingetroffen waren. So stieg ich allein auf, um die Vorbereitungen für unseren Jahres Abschluss vorzubereiten.
    Ich kannte ja den Weg, den Steig über die Jahre hinweg. Die Schneeverhältnisse waren nicht so gut und üppig wie gewohnt. Trotzdem jubelte meine Seele, meine Berge, meine Wälder, alles was ich so liebte. Bald prasselte das Feuer im Kamin, herrlich, einfach herrlich. Ich war müde geworden. Ich versuchte noch einmal eine Verbindung zu Hans und Rudolf, den beiden Söhnen zu bekommen, es war nicht möglich. Außer dem Knistern der Holzscheite, die eine angenehme Wärme verbreiteten, war nur noch Stille.


    Sylvester Morgen
    Nach einem zünftigen Frühstück, und einer kleinen Schnuppen Tour auf meinen Läufern überdachte ich noch einmal den Ablauf des heutigen Abends, und das voller Freude und Erwartung, so nach Kinderart. Aber dann kam der Anruf von Hans. Unfall auf der Autobahn, treffen sicher mit Verspätung ein. Später erreichte mich noch eine Nachricht. Wanderer es zieht ein Wetter auf, sind auf der zwischen Station. Warten ab. Nimm Dir einen von den Roten, von den alten Jahrgängen. Weißt schon! Unterdessen wütete draußen ein zünftiger Schneesturm und rüttelte an den Fensterläden. Ich konnte mir vorstellen, Sicht gleich Null. So habe ich es erst gar nicht versucht hinaus zu schauen.


    Der Zeiger der hölzernen Wanduhr rückte unaufhörlich weiter. Es ist kurz vor 23.00 Uhr. Ich lausche nach draußen. Hat der Sturm nachgelassen? Ich hoffte es so sehr. Doch einem Moment später heulte er verstärkt wieder um die Hütte und rüttelte an Allem was möglich war. Was für ein Silvester Abend, übergehend in die berühmte feierliche Sylvester Nacht mit Besinnlichkeit, Rückblicken, mit Freude, Tanz und gewisser Ausgelassenheit, vor allem mit lieben Freunden. Mir wurde endgültig klar, ich feiere diesmal alleine, in etwa „Dinner for one“ doch selbst da gab es einen Butler.
    Ein flackerndes Kaminfeuer, ein besonderer Rotwein und Kerzenschein, dazu eine fast spürbare Stille die zum Nachdenken zwang, das ist der Moment meiner Umgebung. Dabei erinnerte ich mich an das Buch, das noch im Rucksack steckte, es ist eine wertvolle Lektüre für die, die manchmal innehalten und fragen. Es zeigt das Innenleben unserer heutigen Gesellschaft auf, die doch immer wieder sich fragt, welches Spiel kann ich noch mitmachen, ich möchte dies und das, möchte einfach dabei sein. Wie weit kann ich gehen ohne einen zu hohen Preis zu zahlen, ohne einen seelischen oder körperlichen Schaden zu nehmen? Ist unsere Widerstandskraft überhaupt einschätzbar? Ehrlich gesagt bei mir im Moment nicht.

    Verfluchte Versuchung“ das Erstlingswerk von meinem alten Freund Stan in der einen Hand, in der Anderen das Glas mit dem Wein, so erwartete ich den Jahreswechsel. Das Thema des Buches ist uralt und immer wieder neu, modern, dramatisch und fesselnd über die Jahrhunderte.
    Es ist ein Spiegelbild aus der Tiefe der menschlichen Leidenschaften und „Er“ traute sich dieses Aufzuzeichnen.
    Gleich ist es soweit. Schnell das Glas nochmal gefüllt, steht dort nicht jemand in der Ecke?
    „Mit dem Gewissen ist es so wie mit dem Blinddarm, beide können entfernt werden, du stirbst nicht daran." Wo hatte ich das schon mal gehört? Gewissen ist doch göttlich. Jetzt war es soweit. Prost Wanderer, Stan und Freunde. Irgendwie muss noch jemand da sein, ich hatte so ein Gefühl. Die Kerzen waren am Erlöschen, eine hatte ich noch als Reserve eingesteckt. Sie leuchtete leider nicht die gesamte Hütte aus. Ich erinnere mich noch, ich legte den Roman zur Seite und versuchte mit aller Gewalt die Augen offen zu halten. Das Ergebnis zeigte jedoch, ich war eingeschlafen am Tisch und wurde geweckt von Hans und seinem Bruder, die die letzte Strecke zur Hütte nach Ende des Sturms geschafft hatten.


    Der Roman von Stan Marlow „Verfluchte Versuchung“ ist geschrieben in Niveau voller Sprache und enthält viele Metapher. Im Moment ist es vergriffen. Ob es eine neue Auflage gibt? Ich würde es mir wünschen und es begrüßen.

    Treffpunkt: Bahnhof
    stand beim Auseinandergehen fest. Es entwickelt sich hier keine Liebesgeschichte, obwohl man es durchaus annehmen könnte. Es ist nur das Ergebnis unseres Abends, des Herrenabends, der damit zu Ende ging.
    Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Es ging um unser freies Sommerwochenende, genehmigt von unseren Frauen mal mit mehr oder weniger Schmunzeln.
    Wir Fünf Unzertrennlichen einigten uns auf eine Tour mit Rucksack und Utensilien auf einen bestimmten Platz an der See, denn im Winter gibt es die Tour und das Wochenende in den Bergen. Das muss einfach sein. Daran halten wir fest, gleich viel Lebensjahre wir auch zählen. Und jetzt ist es wieder soweit. Klasse! Der feine „ Zwirn “ wird ausgezogen, die Uniform etc. gehört nun in den Schrank, Wir sind einfach Wir. Gestandene Männer gleich großen Jungs. Herrlich! Urlaub, Ferien, wir kommen!

    Eine längere Strecke mit der Bahn, weiter mit einem Pferdegespann und auf Schusters Rappen ging es dem Endziel entgegen. Müde und Abgefüllt von Allem was wir sahen, erspürten und praktisch erleben durften, erreichten wir das Ziel, den Strand. Hinter uns stand das Schilf als natürliche Barriere, so zum Schutz. Die gemieteten Zelte standen bereit und die Schlafsäcke wurden ausgerollt. Ist nun Feierabend für die Runde? Nein, das ist individuell verschieden.

    Ein kühles Bad in der See bei Mondschein und Sternenglanz ist Romantik pur, dazu das leise plätschern der Wellen mit dem Silberschein bei ihren Bewegungen. Das lockt einfach zum Träumen, auf das Wasser legen und zum Treiben lassen. Jetzt aber rasch zurück zum Strand, zum Zelt. Langsam kroch nun auch die Müdigkeit an den Standhaftesten hoch. Das Schilf rauschte leise. Ein wundervoller erlebnisreicher Tag ging für uns zu Ende.


    Samstagmorgen.

    Mit den ersten Sonnenstrahlen krochen wir aus dem warmen Schlafsack. Alle Wetter, ist das noch frisch, und das Wasser erst. Ehrlich, so ein Bad auf diese Art kostet glatt Überwindung. Doch wie sagt man hier: Was muss, das muss. Das gemeinsame Frühstück im größten Zelt mit einen gehörigen Pott Kaffee und dem Zubrot a l a Norden, stellte das Wohlbefinden des Einzelnen wieder her.
    Danach joggen am Strand entlang zu den Fischern, immer gerade aus. Wir bemerkten die wärmenden Strahlen der Sonne, gleich viel wie das Wehen des Windes der das Schilf in Bewegung hielt. Keiner der Freunde sprach, ein Jeder hing den eigenen Gedanken nach. Frei, frei ist ohne Amt, Büro, Armee, ohne den ganzen Alltags Kram, wenigstens für den einen Augenblick, für das Wochenende, für unser „ Sommer-Wochenende“ auf das wir uns stets spitzbubenmäßig freuten und freuen. Dank sei unseren Frauen!

    Peter, genannt Pit, verlebte einige Kinderjahre mit seiner Familie hier bis zur Versetzung seines Vaters nach Bayern und wollte alte liebe Freunde besuchen. Bevor er zu seiner Solo Tour aufbrach flüsterte er mir noch zu: Hast du das alte Jäckchen mit, das Cognac-Jäckchen? Zwei „ Alte Rote“ habe ich im Gepäck. Hast Du an das Buch gedacht mit den Krimi-Gruselgeschichten so gegen Mitternacht zu lesen? Dann war er durch den getretenen Pfad im Schilf verschwunden.
    Spät am Nachmittag trafen die Freunde so nach und nach auf eine Art müde Krieger ein. Die leichte Brise vom Wasser her wirkte erfrischend. Ruhe war bei unseren älteren Freunden vorerst angesagt bis zum gemeinsamen Grillen am Strand mit Lagerfeuer etwas später und all den mitgebrachten „Herrlichkeiten“ für einen besonderen Männerabend.


    Wir waren schon etwas in Stimmung und saßen um das Lagerfeuer unter dem fahlen Licht des Mondes. Der Rotwein funkelte im Glas. Die Gespräche verstummten fasst ganz und unser Senior sah mich mit den besonderen Blick an. Wanderer hast du …?
    Ich las aus der außergewöhnlichen Sammlung von Grusel-Krimi-Geschichten von Stan Marlow „Burgunderrote Tränen und Gänsehaut“.


    Blutiger Eispalast



    Es ist dies die Geschichte von Romero Caspar, einen Fantast oder Philosophen, einen Astronomen, der durch die ungeheuere Größe mit der er täglich rechnen muss, den Sinn für den jämmerlich winzigen Horizont unseres Erdendaseins völlig abstumpfen ließ. Dazu war er ein Künstler mit Begabung und Fantasie. Er war ein Maler. Der Autor schreibt: Für Romero war alles Sekundenstaub. So hielt er es auch mit der Liebe. Caspar war umschwärmt von Frauen. Es wird gesagt: Er pflegte dies nicht zu bemerken und träumte weiter. Er wartete auf eine wahre Schönheit über Raum und Zeit erhaben, wie er selbst.


    Wunder geschehen mitunter. ER fand seine Prinzessin in mitten der stinkenden Abgase Münchens, heißt es. Eine schöne junge Frau, die vor vielen tausend Jahren irgendwo in den kalten Eiswelten der Himalaja geatmet hat. Sie kam so wie sie war zu ihm um Modell zu stehen. Sie sah ihn an, zärtlich, ohne mit der Wimper zu zucken. Was wollte sie? Sie hat die Zeit besiegt um ihn zu finden.

    „Sie ist doch tot“ eingefroren im dicken Eis… Sollte ich sie deswegen nicht lieben? Sie hat die mächtige Zeit besiegt tausende von Jahren und hat sich ihre Jugend und Schönheit bewahrt.

    Sie ist tot? Wie definiert man eigentlich – tot? Er fand seinen Weg.

    Ich las weiter, kein menschlicher Laut war zu hören. Gänsehaut pur. Die Gläser waren geleert, die Flaschen zur Seite geräumt. Das Feuer glimmte noch. Ich sagte nichts. Die Lesung war zu Ende uns umgab nur noch die fasst schmerzende Stille. Die angespannten Nerven kamen langsam zur Ruhe. Die Gänsehaut verschwand. Später folgten noch einige ganz persönliche Gespräche ohne Erwähnung hier. Wir gingen auseinander als der erste zarte helle Streifen am Horizont sich zeigte.

    Hiermit endet unser Wochenende, unsere Freizeit zum Auftanken!

    Fans von diesem Genre lesen diese Erzählung von Stan Marlow natürlich allein weiter, denn wahrlich, dies ist das reinste Vergnügen.

    Insel Bali-Perle im Indischen Ozean

    Noch einmal waren wir Vier privat unterwegs in bester Stimmung und mit einigen Erwartungen.
    Die eigenartige, zauberhafte Atmosphäre unserer Umgebung trug das ihre dazu bei.
    Pünktlich standen Auto und Begleiter zur Verfügung und unsere Wünsche waren notiert. Nun hatte Er das Wort und gab die Richtung an.

    Mein Interesse galt vor allem den Sarongs, den die Frauen zu den Tänzen und Riten trugen und tragen. Atemberaubend, sage ich nur, ich hatte meiner Tochter versprochen, ein Gewand in der Art oder etwas Ähnliches von der Reise mit zu bringen.
    Notiert: Stoffkunst ist die Domäne der Frauen. Das hörten wir auch von der Leiterin in der Manufaktur die wir besuchten. Die Frauen saßen am Webstuhl. Gefragt warum keine Maschinen im Einsatz wären die die Produktion doch steigerten, lächelte sie. Bali hat keine Arbeitslosen, die Frauen sind beschäftigt und künstlerisch tätig. Die Ikat-Webereien sind im ganzen Land zur Kunst erhoben wurden mit ihren Gold- und Silberfäden durchwirkten Sonket-Stoffen. Berühmt in aller Welt ist die Doppel-Ikat-Webetechnik aus Tenganan etc. Diese kostbaren Stoffe erzielen bei Sammlern hohe Erlöse. Mindere Qualität, was dem Laien nicht auffällt, zum erschwinglichen Preis kann man kaufen. Ich war begeistert.

    Was die Malerei betrifft: Die üppige tropische Umgebung der Insel, ihre Einmaligkeit, zog bereits die westlichen Maler im frühen 20. Jahrhundert an, ebenso die interessante Malkunst der Balinesen. Hierzu gehörte auch der deutsche Maler und Musiker Walter Spies und der Niederländer Rudolf Bonnet.
    Wir besuchten in Ubud das Malerzentrum. Bilder aller balinesischen Stilrichtungen befinden sich hier, so die Erklärung. Einen Einblick in die Phantasiewelt der Balinesen erlangt man an den langen Bandmalereien, an den Dachkanten und Tempelschreinen mit den übermenschlich großen Helden und den wundervollen und ausdrucksstarken Masken der Ungeheuer. Bedeutend und erwähnenswert sind die beiden Kunstmuseen, so unser Begleiter. Zu einem Besuch derselben reichte unsere Zeit nicht aus.

    Zum Shoppen fand ich kunstvoll geschnitzten Masken, Malaien-Dolche, interessante Bambusarbeiten, Dinge aus Teakholz, Kleidung, Puppen nach heimischer Art etc.
    In den Souvenirläden begeisterten unter anderem die Edelmetallarbeiten aus Gold und Silber, die Tops und Taschen mit Pailletten besetzt.

    Aus der Unbekümmertheit riss uns unser Begleiter. Wir müssen zurück. Bereits 19.30 Uhr ist das gemeinsame Abendessen im Hotel Bali-Hilton und anschließend im Restaurant Balinesisches Theater mit Vorführungen einheimischer Tänze.

    Zu all den Tempeln die wir sahen und besuchten sei hier nur der Heiligste beschrieben. Das ist der “ Besakhi-Tempel “, von den Balinesen auch „Muttertempel“ genannt. Er besteht aus mehreren Anlagen und ist den Hindu Göttern Brahma, Wischnu, und Shiva gewidmet. Er liegt am Fuße des „Gunung Agung“ des höchsten Berges von Bali.

    Ich habe lange überlegt, nun möchte ich doch noch kurz die Tänze erwähnen die wir sahen. Zu den ungewohnten musikalischen Klängen tanzten die balinesischen Tänzerinnen und Tänzer mit Anmut und einer unglaublichen Ausstrahlung. Sie haben uns begeistert und erfreut, sie bleiben unvergessen.

    In der niederschlagsreichen fruchtbaren Ebene, im dicht besiedelten Süden Balis liegt die Hauptstadt Denpasar, Einwohner zirka 300. 000, mit dem Flugplatz und den berühmten Nachtmarkt. Sie ist das Verwaltungs-und Wirtschaftszentrum der Insel mit einem dichten Verkehrsaufkommen. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Hauptstadt weiterhin rasant ausdehnt und der internationale Tourismus noch zu nimmt. Veränderungen die dadurch entstehen sind heute schon unübersehbar, eben modern, zeitgemäß. Ich muss gestehen, hier fand ich nicht das was ich suchte, nämlich „ Bali und die Balinesen“ in ihrer Ursprünglichkeit, Motto: Leben ist Religion und Religion ist Leben.

    Freunde nehmt diese Ausführungen nur als Anreiz für einen Traumurlaub. Weltfreund Google wird bei weiteren Fragen in Bild und Schrift sicher mit neustem Stand Euch Auskunft erteilen. Dazu wünsche ich Euch viel Spaß und Freude.

    Am Mittwoch den 5. 6., um 19.00Uhr war das Treffen im Bali-Hilton zum Ausklang unseres Urlaubs mit Balinesischen Theater und Tanz Vorführungen. Tags darauf dann der Abflug um 12.40Uhr SQ, es ging zurück nach Singapur. Dortige Ankunft 15.00 Uhr. Transfer zum Hotel Mandarin mit Übernachtung und gemeinsamen Abendessen .

    Freitag der 7. 6. Aufbruchstimmung. Nach dem Frühstück hatten wir noch einige Stunden zur freien Verfügung. Ich ging noch einmal durch die Stadt der Gegensätze, der Moderne mit ihren Wolkenkratzern aus Beton und Glas und dem Wenigen was aus der einstigen Vergangenheit noch übriggeblieben war. Vor mir tauchten die Bilder Balis auf. Ich glaube von Gegensätzen lässt sich da nicht mehr sprechen, denn das sind beinahe schon Welten!

    Nach dem Abschiedsbüfett im Hotel Mandarin um 14.00 Uhr bereiteten wir uns auf unseren Rückflug vor, so jeder auf seine eigene Art. Um 21.00 Uhr dann Transfer zum Flughafen mit dem Bus. Von dort aus war der Abflug nach Frankfurt, Rhein-Main- Flughafen um 23.55 Uhr SQ 326, wir landeten um 6.55 Uhr am Samstag den 8. Juni.

    Hiermit habe ich mein Versprechen eingelöst, verschließe meine Aufzeichnungen darüber wieder und hoffe, ich konnte Euere Fragen von einst annähernd beantworten.


    Mit einen lieben Gruß.

    Insel Bali- Teil 2

    Heute ist Donnerstag der 30. Mai. Der Reiseleiter mit dem Bus steht schon für die geplante Fahrt nach dem Norden der Insel mit der einstigen Hauptstadt Singaraja bereit.
    Die Route führt über Candi Dasa der Nordostküste entlang über Amed, Tulamben, Kubutambahan zu unserem Tages Ziel, eingeschlossen mit ist hier bei Lovina Beach.

    Bemerkenswert war und ist die Fahrt von Candi Dasa nach Amlapura durch die zauberhafte Reisterrassenlandschaft, einfach zum Staunen und fotografieren. Ein kurzer Aufenthalt wurde eingelegt und dabei habe ich die Erklärung unseres Reisebegleiters mit notiert: Zu den landschaftlichen Höhepunkten zählt unter anderem das Massiv des Vulkans“ Gunung Agung“
    ( 3142 m ). Einige der Lavaströme die 1963 bei seinem Ausbruch hier nieder gingen, haben sich bereits wieder in fruchtbare Böden verwandelt. In den Tropen haben wir einen schnellen Verwitterungs- Prozess zu verzeichnen.

    Unsere Route führte uns jetzt weiter der Nordostküste entlang durch dünnbesiedelte vegetationsarme Niederungen. Wir waren erstaunt, dass es auf der Tropeninsel solch trockene Orte gibt. Gestrüpp im Wechsel mit Lontarpalmen, dazwischen liegend die bebauten Felder mit Trockenfrüchten wie Mais, Sojabohnen und Erdnüssen. Wir sahen Kakteen die die Mauern verzierten. Sogar ein ausgetrocknetes Flussbett kreuzten wir. Das Gesamtbild aber ist trotzdem dass einer herben Schönheit. Wir waren fasziniert.

    Kubutambahan ist die nördlichste Spitze die wir passierten. Im Ortskern befindet sich das Heiligtum „ Pura Meduwe Karang “ zur Verehrung des Herrn über die Felder vom Kaffee-rund Maisanbau. Kleine Jungs waren hier Tempelwächter die die Besucher umgehend zum Allerheiligsten führen, zu dem berühmten Motiv des Lotosfahrrads im Relief auf der nördlichen Umfassungsmauer. Rad und Zahnrad werden zu steinernen Blüten. Das ist das Wesentlichste, was ich mir hier von den Erklärungen unseres Begleiters notierte. Als Nächstes erreichen wir unser Tagesziel mit Lovina Beach.

    Alle aussteigen. Eine größere Pause zu den Füßen vertreten und erholen ist angesagt, Speisen und Getränke werden angeboten und reichlich genutzt.
    Wir sind in Singaraja der wirtschaftlichen Metropole des Nordens, der ehemaligen Hauptstadt während der holländischen Kolonialverwaltung mit zirka 30 000 Einwohnern. An den Bauwerken ist der Einfluss des Kolonialstils noch zu sehen. Bis 1945 war sie also die Hauptstadt Balis danach hat sie die politische Rolle eingebüßt, so eine weitere Ausführung unseres Begleiters. Wertvoll und interessant ist hier die Bibliothek „Gedung Kirtya “, jedoch mehr für Wissenschaft und Forschung. Hingegen ist der Nachtmarkt Singarajas erkundigungs- wert. Nach Einbruch der Dunkelheit füllt sich das Stadtzentrum. Durch das geschäftige Treiben ziehen verlockende Düfte der Köstlichkeiten der balinesischen Küche die ich mir nicht notiert habe.
    Der Ort „Lovina Beach “ ist der Mittelpunkt mehrerer touristischen Unternehmungen von der Küste. Die schwarzen Lava Strände, nicht vergleichbar mit denen des Südens, bieten Ruhe und Entspannung. Dazu kommt noch die Atmosphäre der umgebenden Gebirgslandschaft, die für eine besondere Stimmung sorgt. Träumen erlaubt.

    Es ist nicht unsere Welt, die Welt der harten Realität, des ständigen treibenden, jagenden Fortschritts, immer höher, weiter, länger noch ausgeklügelter! Nur kein Stillstand. Roboter, in der Industrie, vielleicht bald im Haushalt als Helfer, und, und, etc. In Forschung, Bildung, Wirtschaft, neue Köpfe müssen her, vor Allem das Ansinnen unserer jungen Leute. Wohin, wohin…Still war die Rückfahrt, müde die Ausgezogen waren, um Etwas vom Norden der Insel zu sehen und erkunden. Vor dem gewohnten gemeinsamen Abendessen im Waterfall Cafe um 20.00 Uhr bestellten wir noch rasch am bewussten Stand wieder ein Auto mit Deutschsprechenden Begleiter. Morgen ist Freitag, ein angekündigter freier Tag zum Ausruhen und Erholen.

    Aber uns Vier interessieren die balinesische Malerei, Schnitzerei, die Kunst und alles Handwerkliche, also Auf geht’s!

    Selamat datang!


    Willkommen auf der Insel Bali, der Insel der Götter und der Tausend Tempel.


    Das sind der 2. Teil, die 2. Insel, die kleinere, der gekoppelten Traumreise von Singapur- Bali, beide selbstständig, zur Republik Indonesien gehörend, und voller Gegensätze.


    Teil 1

    Von Singapur aus kommend ging unser Flug nach Bali um 16.40 Uhr. Ankunft Flughafen Denpasar, Hauptstadt Balis, um19.05Uhr. Transfer mit Reisebegleiter zum Hotel Bali-Hilton mit Unterbringung. Bereits 20.30 Uhr war das gemeinsame Abendessen im Restaurant Waterfall- Cafe mit anschließendem Gespräch. Reiseleiter


    Info: Bali ist die westlichste der kleinen Sunda-Inseln. Von Ostjava ist sie durch einen 2,5 km breiten Meeresarm getrennt, der Bali Straße. Fläche: 5.500 km², bevölkert mit etwas mehr als 3 Millionen Menschen.


    Geschichte: Erwähnt ist eine erste Einwanderungswelle aus dem Gebiet des heutigen Südchina Mitte des 3. Jahrtausends vor unserer Zeit.

    Im 15. Jahrhundert erreichte der Islam Java. Der Verfall des damaligen Maja-pahit-Reiches setzte ein. Die Elite flieht nach Bali. Der Sohn des letzten Herrschers dort lässt sich in Gelgel zum König von Bali ausrufen und wird so der Begründer der Dynastie, sein angenommener Titel: Dewa Agung. Hier liegt der Anfang der Entwicklung der Balinesischen Kultur und Religion wurde uns gesagt.


    Im frühen 16. Jahrhundert gelangten die ersten Europäer nach Südostasien. Zunächst Spanien und Portugal. Ihr Interesse galt zunächst den Gewürzen auf den Molukken. In der 2. Hälfte des Jh. um 1597 liefen die Holländer zum 1. Mal die Insel an. Sie gründeten die Dutsch-East-India Companie um 1602. Dadurch war die gezielte Ausbeutung der Indonesischen Inseln gegeben und das bis 1799 zu ihrem Bankrott. Die holländische Regierung übernimmt die Verwaltung über die Inseln. Der Archipel wird zur Kolonie.


    Kurzfassung: Reiseleiter weiter: Jüngste Vergangenheit


    Im 2. Weltkrieg, 1942, besetzten die Japaner Indonesien bis zum Ende desselben, dann vollständigen Abzugs der Truppen. 1945, am 17. 8. verkündete „Sukarno“ die Unabhängigkeit. Doch die Holländer kamen zurück. Erneutes Besetzen! Vier Jahre tobten auf Bali die Kämpfe zwischen den Besatzern und den Guerillagruppen. Erst 1949 bestätigen die Holländer die Unabhängigkeit der Republik.


    Heute ist Indonesien, die Inseln Bali etc. eine Republik mit einer präsidialen Regierungsform für Europa. Gesetzgeber ist das Parlament. Hauptstadt ist Jakarta. Landessprache ist indonesisch, Englisch ist auch hier weit Verbreitet und wird gesprochen und verstanden. Soweit die Übersicht.


    Heute ist Mittwoch der 29. Mai, ein Tag zur freien Verfügung und zur Erholung.

    Bade-Tag am Strand? Nicht für uns vier. Neugierig wie wir sind und waren, haben wir uns bereits gestern Abend an der Rezeption, Schalter: „Rent-a-Car“ ein Auto mit deutsch sprechenden Begleiter bestellt. Freund Hein hatte seinen internationalen Führerschein dabei, so war es einfach. Nun ging es auf Erkundigungstour. Allein schon die Fahrt durch die balinesische Landschaft, durch die kleinen Dörfer und Städte ist ein unvergessliches Erlebnis.
    Hier war noch etwas von der Ursprünglichkeit, dem gegenwartsfernen Leben zu sehen und zu spüren. Einfach faszinierend.
    Wir fuhren durch Dörfer versteckt unter Kokos Palmen. Die Häuser gebaut aus Bambus und Holz mit Blick auf Reisterrassen. Wir sahen den Frauen nach, die in farbigen Gewändern ihre Opfergaben mit unnachahmlicher Grazie auf den Kopf tragend, zum Tempel gingen.


    Tempel? Die Frage danach, nach der balinesischen Religion und den dazu gehörenden Riten an unseren Begleiter kam sofort, so wie aus der Pistole geschossen.


    Seine Ausführungen: Ein Hauch von Kenntnis der balinesischen Kosmologie ist tatsächlich unverzichtbar für das Verständnis der „ Hindu – Dharma- Religion “, der Religion der Balinesen. Die zahllosen täglichen Rituale dienen dazu, das menschliche Leben mit dem Kosmos und seinen göttlichen Prinzipien in Einklang zu bringen. Sie glauben und sehen in ihrer Insel einen Makrokosmos. Berge und Raum sind die Sphäre der Götter, Boden, Raum darunter sowie das Meer sind die Heimat der dunklen Mächte, im zwischen Raum leben die Menschen. Ihre Aufgabe ist es die Harmonie zwischen Göttern und Dämonen zu wahren durch die täglichen Opfergaben. Das Ziel des Gläubigen ist es, sich durch ein tugendhaftes Leben aus dem Kreislauf der Wiedergeburten zu befreien um die Vereinigung der eigenen unsterblichen Seele mit dem höchsten göttlichen Prinzip zu erreichen.
    Der heilige Berg „Agung“ mit dem Sitz „ Shivas “ dem göttlichen Zerstörer und Erneuerer, ist der Mittelpunkt des Universums.


    Leben ist Religion und Religion ist Leben, so lautete seine Schlusserklärung.
    Interessiert hatten wir zugehört. Fremd, andersartig aber doch verständlich für uns waren die Ausführungen. Recht still und nachdenklich gingen wir später auseinander, ohne Diskussion, ein Jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.


    Morgen, Donnerstag, den 30. Mai ist ein Ausflug nach „Nordbali“ geplant mit der gesamten Gruppe und dem Reiseleiter. Das ist dann der „Stoff“ für Bali, Teil2.

    Südostasien – Singapur-Bali-Reise

    Ich zähle sie zu den Traumreisen im doppelten Sinne, schon allein durch ihre Gegensätzlichkeit.

    Hallo Freunde, als der außerplanmäßige Wintereinbruch mit Schneesturm und Begleiterscheinungen uns die Ski Tour vermasselte, landeten wir am prasselnden Kaminfeuer bei Wein, altem Kognak und Kerzenschein.
    Kurz vor Mitternacht endete unser Gespräch bei Traumreisen, bei den schönen Frauen der Insel „Bali“ der Insel der Götter, die ich einst zusammen mit dem Inselstaat Singapur, besuchen durfte.
    Hier die versprochenen Aufzeichnungen darüber.

    Jahreszeit: 25. Mai bis 8. Juni.
    Abflug : Frankfurt, Rhein-Main-Flughafen mit Singapore-Airlines SQ 325, um 20.45 Uhr nach Singapur, also Nachtflug. Ankunft tags darauf um 15.10 Uhr. Transfer mit dem Bus und Begleiter zum Hotel Mandarin. Errechnete Flugzeit: 18. 25 Stunden. Der Rest des Tages stand zur Freien Verfügung, der auch individuell genutzt wurde, so wie sich jeder fühlte und das war recht unterschiedlich.

    Zu Viert zogen wir nach kleinem Imbiss los, einfach Eindrücke sammeln. Das kann man am Besten ohne genaue Ziel Vorgabe. Die sicher notwendige Stadtrundfahrt stand am morgigen Tag nach dem Frühstück an mit Begleiter.

    Wir hatten uns vor Reiseantritt recht gut mit Bild und durch Schrift über unsere Ziele informiert. Es lässt sich alles wunderbar abrufen bei Freund Google, aber begreifen was Sache ist, kann man erst wirklich, wenn man dabei oder davor steht.

    So erging es uns mit der Skyline Singapurs, mit den Wolkenkratzern aus Beton und Glas. Welche wirtschaftliche Macht präsentiert sich da schon rein äußerlich der Welt, das gleich ziehend mit den Metropolen Amerikas.

    Gesehenes und Gehörtes unter Anderem bei der Stadtrundfahrt : Reisebegleiter

    Im 13. Jahrhundert wurde dieser Ort damals „ Singhapura- Löwenstadt“ getauft. Heute macht sie diesen Namen alle Ehre. Ohne nennenswerte Bodenschätze, nur durch Fleiß, Ideenreichtum, Unternehmergeist, durch den Auf und Ausbau des Dienstleistungssektors, High-Tech und dem bedeutenden Finanzzentrum ist und sei der Stadtstaat das geworden was die Skyline zum Ausdruck bringt, so die Aussage. Verstreut hingegen waren Gebäude der Vergangenheit. Sie waren gleich irgendwie dazwischen gesetzt, oder wir waren nicht am rechten Ort. Ebenso vermissten wir koloniale Stadtviertel und sahen nur wenige Baudenkmähler.

    Die Bevölkerung der Millionen Metropole ist multikulturell aufgestellt. Den größten Anteil stellen die Chinesen, weitere Völkergruppen sind Inder, Pakistani, Malaien und Europäer zu recht unterschiedlichen Prozenten. Ebenso sehen die Sprachen aus. Malaiisch wären die Nationalsprache, Chinesisch, Tamil und Englisch. Letztere würde von fasst allen gesprochen und verstanden. Sie wird in der Schule gelehrt und ist die Verwaltungs- und Handelssprache die alle vereint.
    Ebenso vielfältig sind die Kulturen und Religionen in der südostasiatischen Metropole. Das Bemerkenswerte daran ist, sie leben friedlich neben einander! Besonders Erwähnens wert finde ich, es gibt keine Slums aber Geldbußen z.B. beim Wegwerfen von Zigaretten Kippen etc. in der Öffentlichkeit. Diese Info erhielten wir gleich nach dem Transfer.
    Unser Reisbegleiter: Der Stadtstaat fußt vor allem noch auf Industrie, Schifffahrt und Handel. Der Hafen ist der 2. Größte der Welt. Singapur liegt am südlichen Ende der Straße von Malacca, eine der meist befahrenen Schifffahrtswege. Sämtliche Schiffe von Europa und Nahost aus, die nach China und Japan wollen, passieren die Hafenstadt.
    Zu Industrie: Hightech: Singapur ist bevorzugter Ort der Elektrik und Elektronik.

    Anziehungspunkt für alle Touristen ist Chinatown. Das alte Chinesen Viertel ist Tag und Nacht gleich belebt. Hier finden sich die exotischsten Spezialitäten und die wundervollsten,
    seltensten Mitbringsel. Das ist Erfahrenssache!

    Interessant fand ich noch die Ausführungen über die zahlreichen Gärten und Parks der Stadt.
    Davon sahen wir zauberhafte Bilder. Fremdartige exotische Schönheiten an Bäumen, Sträuchern, Blüten und Blumen. Traumhafte Orchideen, sie werden gezüchtet und exportiert.
    Ich spreche bewusst von Bildmaterial. Zu einem Besuch derselben reichte unsere Zeit nicht mehr aus.
    Am 28. Mai, 14.00Uhr ab Hotel Mandarin war bereits wieder Abfahrt zum Flughafen Singapur nach der Insel Bali. Abflug um 16.40 Uhr SQ148. Ankunft in Denpasar um 19.05 Uhr. Transfer zum Hotel Bali-Hilton mit Unterbringung.
    Um 20.30 Uhr war bereits das gemeinsame Abendessen im Hotel Bali- Hilton, Restaurant
    Waterfall-Cafe.

    N.S. Empfehlen möchte ich noch einen Besuch in der „ Unter Wasserwelt “ einem Aquarium
    ähnlich. Hinter Glas sehen sie die Meeresbewohner, interessant und uns meist völlig unbekannt.
    Das Hotel Mandarin fand ich in Ordnung. Ansonsten gibt es die Dinge, die so manches Herz erfreuen und auch die unterschiedlichsten Träume erfüllen können.

    Wintereinbruch

    Schneesturm und das außerplan mäßig, nichts geht mehr. Wir haben kaum noch Sicht. Eigentlich wollten wir mit den Brettern, wie jedes Jahr, unterwegs sein. Ich hatte
    mir Gäste eingeladen, liebe Freunde, Vertraute über einen langen Zeitraum hinweg.

    Wir sind eine Männer Runde, gutes Mittelalter, wir hatten uns auf diese kleine Auszeit gefreut. Nun heult der Sturm, er wirbelt die Schneeflocken durcheinander zu einem irren Reigen. Sicht weiterhin gleich Null. Eine Ski Tour zum bloßen Vergnügen ist bei diesen Wetter Bedingungen unakzeptabel. Trotz Einsicht ist die Enttäuschung zu spüren.

    Unterdessen knistern und prasseln die Holzscheide im Kamin. Ein guter Wein, ein Kognak älteren Jahrgangs und der warme Schein der Kerzen zauberten so nach und nach die dunklen Gedanken hin weg und es kam zu jener Stimmung, wo selbst gestandene Männer loslassen können und in Träumen auf Reisen gehen.

    Traum - Reise - Ziele

    Zu denen rechne ich in Südostasien Singapur und Bali, die Insel der Götter, anziehend,
    vielversprechend was Exotik angeht, aber auch durch die dort herrschende Fremdartigkeit, Gegensätzlichkeit und Schönheit, die natürliche Schönheit.
    Meine Freunde wussten, dass ich im Rahmen einer Fortbildung diese Stätte besuchen durfte. In einem späten Gespräch kamen sie darauf zurück. Der Auslösungspunkt war natürlich die Frau die wunderschön ist mit einem anziehenden und unwiderstehlichen eigenen Zauber.
    Vor allem auf Bali bewunderten wir sie. Stolz mit aufrechtem Gang, die Früchte, die täglichen Opfergaben, in einem Behältnis auf den Kopf tragend, gingen diese Wesen in Farben prächtige Gewänder gehüllt, den Weg zum Tempel.

    Die Mitternacht war schon lange überschritten. Die Kerzen am verlöschen, die Scherze verstummten so all mäßig. Ganz klar, auch Helden werden müde. Unser kleiner Kreis löste sich auf. Einer nach dem Anderen aus der Runde zog sich zurück.

    Am späten Morgen, fasst schon Mittag, kurz vor dem Auseinander gehen, kam noch einmal das Gespräch auf Urlaubsziele, und ich versprach über mein Reise nach Südostasien, nach Singapur und Bali, der Insel der Götter, zu berichten, nach meinen einstigen Aufzeichnungen.

    Advent

    Ein eigenartiger Zauber liegt über den letzten Wochen eines jeden Jahres bevor es sich verabschiedet und den Kreislauf beendet. Es ist wie eine kleine Auszeit aus dem Alltag der Betriebsamkeit und Hektik, nach dem Konsum streben, nach Macht und Gier, der Landes und Weltpolitik sowie den Rassenwahn. Es regt sich in uns etwas wie Liebe, Brüderlichkeit, von Geben und Helfen, ob wir wollen oder nicht. Ich glaube einfach die Seele bereitet sich wieder vor, vor Gottes Thron zu knien und das allzu oft nur bepackt mit Kummer, Leid und in Reue.

    Advent

    Es ist die Vorbereitungszeit auf die Geburt Christi, die Menschwertung Gottes, und das alle Jahre wieder, bis er einst kommt in Herrlichkeit. Wann? In der Ewigkeit, der Unendlichkeit existiert kein Zeitgefüge. Unsere Lebensjahre gleichen sicher einem Sandkorn in diesem Weltgetriebe. Zum 2017-mal erklingt die wunderbare Musik, singen wir Menschen, wir Christen, wieder die schönen, alten zauberhaften Weihnachtslieder gleich wie in den verflossenen Jahren.

    Schon von der Kindheit her kennen wir das Brauchtum in der besonderen Atmosphäre jener Tage. Vor Allem die immer grüneTanne, die ihre Zweige uns entgegen streckt mit ihrem besonderen Duft nach Leben, nach Wald und Erde, wird geschmückt mit unzähligen Lichtern, so gleich mit als Symbol für Frieden, Glauben und Liebe.

    Ein besonderes Delikt des Brauchtums ist der Wunschzettel von Groß und Klein. Ein Geschenk für unsere Lieben zum Hoch- Heiligen- Weihnachtsfest muss einfach sein. Freuet Euch… doch so entsteht auch Hast, Eile und Suche nach dem Gewünschten im Advent. Dazu muss Kochen, Braten, Backen etc. besonders durchdacht werden. Es ist ja für Weihnacht, unserem größten Fest, dass auch ein Fest der Familie, der Freunde, des Friedens ist.

    Advent

    Es ist auch meine Zeit. Mich zieht es wieder fort, fort von all` dem Trubel, der Hektik des Alltags. Das Auto ist bepackt, die Ski verstaut, das „ Navi “ gerichtet. Es geht über den Brenner ins Tiroler Land, ins Brixner Tal zu meinen inzwischen alt und grau gewordenen lieben Freunden über Jahre hinweg. Wir wollen diese besondere mystische Zeit bis über die Weihnachtstage zusammen verbringen. Oben, unweit der Senn Hütte, dort wo der Baumbewuchs kuschelig ist, steht verdeckt noch eine andere die ihr Eigentum ist. Dort hinauf wollen wir dann kurz vor dem Heiligen Abend. Von dort werden uns dann die Lichter vom Tal aus grüßen, und der klang der Glocken uns erfreuen die unseren Gedanken Flügel verleihen. Die Holzstapel an Türe und Hüttenwand, im Sommer fürsorglich aufgestellt, sorgen für die nötige Wärme.

    Ich freue mich wieder auf die Winterwaldnacht mit ihrem hehren Schweigen. Es ist lautlos, schneebedeckt, deshalb pfadlos. Die Zweige der Tannen und Fichten sind schneelastig und von Eis glänzend umhüllt. Mond und Sonne vervollständigen den Zauber am Berg und dem Wald je zu ihrer Zeit. Nichts kann an Schönheit dieses Bild übertreffen, es zieht mich immer wieder in seinem Bann.

    Natürlich weiß ich, dass es in dieser Zeit den Tieren nicht gut geht. Das Wild bricht ein, der Vogel fällt, die Suche nach Futter beweißen die Spuren im Schnee von Kleingetier, von Hase und Reh. Es ist ein Kampf und ein Ringen um das Leben. Der Quell ist erstarrt, der See ruht und harrt bis zu jenem Tag der Auferstehung, den Beginn eines neuen Kreislaufs, mit dem Frühling.

    Hallo lieber Freund Stan, ich wünsche Ihnen und Ihren Fans eine wundervolle Advents Zeit mit viel Freude und Spaß, so recht zum Erholen und Träumen. Weißt du noch, damals… Aber auch die nötige Ruhe zum Erholen und Nachdenken, dazu eine gesegnete Weihnacht.

    Mit ganz lieben Grüßen

    Heißer Herbst

    Im Sinne des Volkes, Bundestags Wahl. TV Duell, das große Finale vor der Wahl am Sonntag den 24. 9. 2017. Schlagabtausch zwischen unserer jetzigen Bundeskanzlerin A. Merkel CDU, und dem SPD Kandidaten M. Schulz. Voller Spannung verfolgten sicher alle Wähler diese Aussagen. Die Auswertung am Ende der Streitgespräche ergab, es war mehr Duett als ein Duell. Die Wahlwerbungen laufen. Die kleinen Parteien bringen gekonnt ihre Vorstellungen und Verbesserungen zum Wohl des Volkes zum Ausdruck mit erhobener Stimme! TV Streitgespräche mit den Parteien : Linke, Grüne, CSU. Inhaltlich gibt es Vieles zu bejahen wie wohl überall. Bei manchen Ideen schüttelt man mit dem Kopf. Zuletzt die große Frage „Wer mit Wem“?

    Es geht um unsere Innere Sicherheit. Sie ist schon lange nicht mehr das was sie einstmals war. Um die steigende Kriminalität, Video Überwachung, Falschmeldungen etc. Soziales, Wirtschaft, Bildung, eines der Hauptanliegen die auf Klärung warten und das mit den anderen EU Ländern ist der anhaltende Flüchtlingsstrom mit ihm das Kapitel „ Gefährter “, Terror usw.
    Es gilt Frieden und Freiheit zu erhalten, unsere Werte zu schützen, unsere Gesetze den gegenwärtigen Gegebenheiten anzupassen. Asyl, Integration, eingedenk der verschiedenen Kulturen, Religionen, der anderen Ansichten in Pädagogik und Justiz, die Wurzeln der Emigranten bleiben immer im Heimatland an dem Ort, von wo sie einst aufbrachen um ein besseres, friedlicheres Leben führen zu können. Ich denke, es wird wohl eine Generation vergehen, ehe wir von Integration sprechen können.

    Bundestagswahl im Sinne des Volkes, des Deutschen Volkes? Sind wir das noch? Unsere Gesellschaftsform hat sich verändert. Bunt ist sie geworden und fremdartig, eben fortschrittlich! Im Sinne des Volkes! Nachdenklich, traurig über Verlorenes und
    doch wissend du musst mit, sonst bleibst du auf der Strecke, so stehe ich dem Gesamten gegenüber. Immer nur positiv denken.

    Aber „ Nur der Schein, der ist zu wenig: Im Unterbewusstsein liegt die Kraft, mit der du das Undenkbarste schaffst.“ Stan Marlow.

    Ich bin Wanderer, im rechten Sinn des Wortes. Ich durfte in Asien, Afrika, Europa unterwegs sein. Ich sah Malta, Sri Lanka, die Insel der Götter, Bali etc. Selten sah ich in den Augen der Menschen nur Hass, Verschlagenheit usw. also nur die niedrigen Instinkte der Menschheit. Selbst bei Sprach Barrieren half meist Geduld, guter Wille und die Sprache mit den Händen und Füßen. Ich bin dankbar darob. So ist der Garten der Erinnerung reich bestückt.

    Etwas bedauere ich im Heute besonders. Die Spannung und das daraus resultierende Umgehen mit der Türkei, zuviel Hass, Lügen, Macht streben und Gier beeinträchtigt ein friedliches miteinander in der Völkerfamilie. Ich sehe nicht die einstige Weltmacht, Osmanisches Reich, oder was auch immer. Es ist ein wundervolles geschichtsträchtiges Land, die Brücke zwischen Europa und Asien. Für mich als Urlauber auch einmalig und unvergessen. Im Moment politisch gesehen sehr einengend.

    Eine kleines Erlebnis das mich einst und jetzt noch berührte und berührt hatte ich bei der Lesung von Stan Marlow im Jugendzentrum Qu in Hof. Der Schriftsteller lud die jungen Leute ab 14 Jahren zu einem Lyrik Abend ein. Vorher stellte er sein Buch „Verfluchte Versuchung“ vor. Frau Wagner die Leiterin des Zentrums war genau so gespannt wie wir. Lyrik und Jugend? Stan hatte seine Vorbereitungen getroffen. Auf dem Tisch die Kerzen waren angezündet. Es war der 31. 10. 2014, abends. Er las aus „ Gedankenlabyrinth“ von Sehnsucht und Freiheit, von der Suche nach dem Sinn des Lebens, von Erinnerungen, Einsamkeit und einem unbändigen Lebenswillen. Die Kerzen flackerten, absolute Stille. In diese ganz eigene Atmosphäre las Stan zum Abschluss das Gedicht „ Bruderliebe “. Hieraus nur einige wenige Worte:

    Bist mir ein guter Bruder, geschmiedet in der Zeit, geformt durch Feuer, Angst und Leid,
    durch Schicksale verbunden, doch haben wir uns nicht gefunden.
    Schicksalhafte Welten.

    Bei der anschließenden Diskussion stellte sich ein Junge vor. Er sei Türke, bald 15 Jahre alt. Er kann das Gedicht gut verstehen, sagte er. Als Kleinkind kam er mit seinen Eltern nach Deutschland, er ist hier zu Hause. Sein älterer Bruder blieb in der Türkei zurück bei den Großeltern. Er liebe seinen Bruder, aber verstehen, verstehen tun wir uns nicht. Und das in unserer großen Familie. Wir besuchen uns gegenseitig, und gehen doch getrennte Wege.
    Er bat um den Lyrikband. Übrigens 12 Jugendliche besuchten den Literaturabend, davon waren zwei Deutsche.

    Ich vergesse den Jungen nie. Wie viele solcher Probleme schlummern wohl unter der Decke unserer heilen Welt?

    Wahlwerbung - Prognosen – Wahlwerbung! Im Sinne des Volkes!

    Überlege, was willst du, was ich? Welche Partei hat wohl die meisten Stimmen und genießt das Vertrauen der Menschen. Wer hat als kommender Kanzler oder Kanzlerin die nötige Kraft, den unumgänglichen Weitblick und das Geschick für die erforderliche Diplomatie zur Klärung von Konflikten etc. für das Geschehen im Inn und Ausland in der Weltpolitik?

    Viele Fragen, die Antworten stellen sich für gewöhnlich später von selbst durch die entstandenen oder geschaffenen Realitäten.

    Packen wir es an. Geben wir unsere Stimme für eine friedliche Welt, für ein Miteinander aller Völker, gegen Krieg, Hunger und Armut. Für den technischen Fortschritt, zum Schutze der Menschheit und unserer Erde!

    Herrenabend – Hüttenzauber

    ….das Rot drängte sich vor, gewann immer mehr die Oberhand und wie blutige Tränen zog es seine Bahn über die weiße, unschuldige Fläche bis diese vollends verschluckt war….
    Zuvor weckten die… einfachen Töne „Palestrinas“ ein seltsames Gefühl, es zupfte, zerrte an der Seele, lockte und bettelte….
    …es liegt eine seltsame schwere Grausamkeit in den Tönen…eine unschuldige Grausamkeit…

    Im Kamin lodern und knistern die trockenen Holzscheide. Ihr Schein und nur wenige Kerzen, die kurz vor dem Verlöschen sind, erhellen noch den Raum. Die Freunde bemerken weder die leeren Gläser noch das flackernde Licht. Stille, Anspannung pur, Gänsehaut.

    …bizarre Ränder einer Gestalt schoben sich am Spinett vorbei in den Raum….bis sich vor den Augen aller ein junges Mädchen, das ganz in ein weißes Tuch gehüllt war….eine leuchtende weiße Wolke in der roten Glut….

    Mein Beitrag für unseren Hüttenabend war eine Kriminalgeschichte. Ich las aus dem Grusel-Krimi Buch von „ Stan Marlow“

    Burgunderrote Tränen und Gänsehaut

    „Rote Begierde in weißer Hand“

    Es sind dies Grusel Geschichten vom Feinsten. Meisterlich erzählt auf diese Art. Der Autor zeigt hier seine Vielseitigkeit und die Kenntnisse der menschlichen Seele.

    Die letzte Kerze erlosch. Im Widerschein des Kaminfeuers saßen wir uns stumm gegenüber. Keiner hatte im Moment Lust zum Sprechen. Das Empfinden meiner Freunde ging weit auseinander. Erstaunen, Verschlossenheit vielleicht auch so etwas wie Entsetzen zeigten die Gesichter. Helm, unser Senior, spendierte noch eine Flasche alten Rotwein. Die Gläser wurden wieder gefüllt und Prost! - Freunde. Die Stimmung normalisierte sich, die Gänsehaut verschwand. Das Gehörte kam nun doch zur Sprache und bleibt sicher unvergessen zusammen mit diesem Hüttenabend. Noch einmal tauchte im Gespräch… die rote Farbe auf, die den ganzen Raum wie ein blutiger Nebel erfüllte…

    Den Abend habe ich vorn weg genommen. Es war unser Abend, dem ein wundervoller, fröhlicher, unbeschwerter Tag voraus ging. 30. Dezember, ein Tag vor Sylvester. Unsere Mädels wollen allein Shoppen gehen, sowie den Tag und den Abend unter sich bleiben. Meine Freunde und ich sind nicht traurig darüber.

    Von unserem Hügel aus, wo die Hütte steht, können wir in das Tal sehen. Die Lichter am Abend grüßen herauf. Dichte Wälder, tief verschneit mit allem Drum herum, entsprechen genau dem was wir lieben, und das seit der Kinderzeit. Die Seele baumeln lassen, die Bretter anschnallen und die Spur ziehen durch eine lange dichte Waldschneise, das war unser Wunsch und Verlangen und wir fanden sie. Hohe Fichten und Tannen umsäumten rechts und links den Pfad. An den Rändern kuschelte sich der Nachwuchs an. Schweigend zogen wir unsere Bahn, damit die Ruhe der Waldbewohner nicht gestört wird. Die Raufe, die durch die Bäume schimmerte, war gefüllt mit Heu. Was es noch Leckeres gab weiß ich nicht. Wir entdeckten die Spuren von Hasen, Reh und anderen kleinen Getier. Kühl war es trotz des Laufens und wir hatten den Eindruck es wird irgendwie dunkler, düsterer. Unser Ziel war ein kleiner Ort mit Kneipe zum Rasten, ehe es wieder zurück ging. Angekommen auf dem freien Feld, fanden wir alles tief verschneit vor, keine Begrenzungen mehr, dafür Verwehungen en Mass. Die Wolken düster, grau und schwer, hingen tief herab. Der Wind trieb einige Flocken vor sich her. Wenn der auffrischt, meinte Hans, gibt es ein Sicht behinderndes Schneetreiben. Merkt euch die Richtung zur Hütte. Gefunden haben wir die Jausenstation nach einigem Suchen. Warm und gemütlich war es dort, wir wurden gut versorgt. Nur der Rückweg, Schneetreiben! Wir hatten kaum noch Sicht. Welche Richtung? Woher kamen wir? Dreh dich einige Male um die eigene Achse um die maßgebende Richtung zu finden, und du weißt am Ende gar nichts mehr. Mit Hilfe des Wirtes fanden wir die Waldschneise wieder, und entdeckten unsere halb verwehten Spuren vom Morgen, die uns den Weg nach Hause, zur Hütte wiesen.

    Zufrieden und etwas müde zog sich ein Jeder nach den bestehenden Möglichkeiten zurück um auszuruhen, bis zu unserem Treff, zu unserem Abend, zum „ Herrenabend! “

    Weg. de

    Teil 3

    Inlandflug – Izmir, in knapp einer Stunde erreichten wir bereits unser Ziel, den Flughafen der Millionenstadt Izmir, dem einstigen Smyrna. Nach Istanbul ist sie die bedeutendste Hafenstadt der Türkei. Von hier aus wurde unser Reisegepäck direkt mit dem Bus weiter befördert in das Hotel „ Imbat “ nach Kusadasi. Während wir mit einem anderen zur Besichtigung der antiken Stätten nach Bergamo (Pergamon) weiterfuhren. Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten sind hier der Burgberg der einst die Akropolis trug und der geweihte Tempel vom Gott der Heilkunde.

    Durch private Vermittlung konnte ich mich der kleinen Reisegruppe anschließen, die diese Besichtigungen der antiken Stätte gebucht hatten und sicher mehr oder weniger kompetent waren, was auch aus ihren Gesprächen und Diskussionen hervor ging. Ich selbst war begeistert, hörte gespannt zu und erweiterte nebenbei meine Kenntnisse, träumen war erlaubt.
    Still und nachdenklich verlief die Fahrt nach Kusadasi. Mit unseren Reiseleiter trafen wir uns noch kurz nach dem Abendessen. Im Gespräch erfuhren wir Einiges über unseren gewählten Ferienort. Kusadasi war einst ein ruhiges Hafenstädtchen. Heute ist sie mit ihrer malerischen Altstadt, der alten Meeresfestung (15. Jahrhundert) und der Pasa Karawanserei
    ein sehr reizvoller Ferienort. Boote kann man im neuen Yachthafen mieten.
    Unser Hotel Imbat liegt direkt am Meer. Es steht auf einen Felsvorsprung, oberhalb einer Bucht mit Sandstrand. Mir gefällt es sehr gut. Nicht zu pompös, ein gutes Mittelklassen Hotel trotzdem mit Allem was das Herz so begehrt, auch für gehobene Ansprüche.

    Unsere türkische Reiseagentur arrangierte für morgen einen Ausflug nach „ Pamukkale “.
    Bereits 7.30 Uhr werden wir abgeholt. Es wird sicher ein toller Tag, den ich mit einer gewissen Spannung entgegen sehe.

    Pamukkale – mit einer Fahrtstrecke von 250 km vom Hotel aus, ist mit dem Naturwunder seiner schönen, bizarren Kalksinterterrassen ein Höhepunkt jeder Türkeireise. Die noch heute kräftig sprudelnden Thermalquellen mit hohem Kalkgehalt, haben im Laufe der Jahrtausende schneeweise Kalkablagerungen gebildet, die sich in breiten Streifen wie Stufen eines erstarrten Wasserfalls einen zirka 160m hohen Hang hinunter ziehen. Auf jeder der zahlreichen Stufen haben sich Planschbecken gebildet, die von Badegästen gerne benutzt werden. Die Thermalquellen versorgten in der Antike die Stadt Hierapolis. Zu sehen sind noch die Ruinen der Thermen, der Säulenarkaden und die des Theaters.

    Auf unseren Besichtigungsplan stehen noch „Priene“, „Milet“, und vor allem „Ephesos“.
    Als eine weitere Ausflugsmöglichkeit wurde uns die Insel „Samos“ angeboten.

    Priene ist eine antike Ruinenstadt mit sehenswertem Athena-Tempel, mit einem gut erhaltenen Theater, dem Buleuterion, dem Ratssaal der Bürger, und dem Prytaneion, Sitz der Stadtverwaltung. Bemerkenswert hier die schachbrettartige Straßenplanung.

    Milet war einst eine bedeutende Hafenstadt und eines der geistigen, politischen und wirtschaftlichen Zentren des alten Griechenlandes. Der schönste Fund bei den Ausgrabungen sagt man ist hier das spätrömische Markttor der südlichen Agora, das heute in Berlin steht.
    Milet wurde um 480 v. Christus erbaut. Bekannt als größtes Bauwerk ist das Theater aus griechischer Zeit das 25 000 Zuschauern Platz bot, erwähnenswert wären unter anderen die Thermen und mit Sicherheit noch Einiges mehr.

    Der morgige Tag steht zur freien Verfügung. Ruhe ist angesagt, ordnen der Notizen, verarbeiten des Gehörten, des Geschauten ohne zu vergleichen. Getreu meinem Motto: Einmal „weg“ aus dem Alltag, aus den Problemen unserer Zeit. Meine Frage an mich selbst:
    War das Leben in der Antike besser? Waren die anfallenden Probleme leichter lösbar durch ihre Sichtweise? Oder doch nur anders? Auch „ sie “ gingen unter, rein profan betrachtet. Ich glaube, mit dem Leben ist es wie bei der Schlange. Sie häutet sich und existiert weiter. - Einsicht? Ansicht? Bestätigung? Alles ist auf Veränderungen ausgerichtet, wie es so schön heißt, alles fließt. Nur das Menschenleben reicht wohl nicht aus um das Gesamte zu begreifen. Wo ist die Konstante?

    Zum absoluten Höhepunkt unserer Reise wählten wir „Ephesus“ wo das Haus der Mutter Gottes, der heiligen Jungfrau Maria, auf Aladag (Solmissos) liegt, jetzt in eine Kapelle umgestaltet. Nachzulesen und wunderbar bebildert bei Google: Marienhaus bei Ephesus – Ökumenisches….
    Ephesus in der Zeit des Augustus war Haupthafen und Versammlungsort des Rates der Provinz Asia und gleichzeitig das Zentrum der Zivilisation. Die Pracht der Stadt, das damals herrschende Luxusleben in der größten und wichtigsten Handelsmetropole des Ostens war Welt bekannt.
    Das Christentum verbreitete sich eigentlich erst in Ephesus, heißt es. Nach der Kreuzigung von Jesus sollen die Mutter Maria und der Evangelist Johannes in die Stadt gekommen sein und dort gelebt haben bis zu ihrem Tode. Das Christentum wurde Staatsreligion.
    Berichtet wurde: 1967 hat Papst Paul VI. die Kapelle der Jungfrau Maria besucht, 1979 Papst Johannes II.
    Wir standen vor Ruinen die die einstige Schönheit und den Zeit Geschmack widerspiegelten. Wir hörten von einer kompetenten, sehr feinfühligen Persönlichkeit Erläuterungen über den Zweck und die Bedeutung derselben und Einiges über das Leben in dieser Epoche. Was ein Jeder unserer kleinen Gruppe dabei empfand, wurde nicht diskutiert. Die Gedanken blieben unter Verschluss. Träumen war erlaubt, wie immer.

    Morgen fliege ich zurück. Es war nicht leicht, - weg - zu sein und es zu sagen. All zu oft drängten sich Gedanken an das „ Jetzt und Heute “ dazwischen.