„Was unten ist, ist wie das, was oben ist; und was oben ist, ist wie das, was unten ist – zum Werk der Einen Wunderwirklichkeit.“
— Tabula Smaragdina
- Vorbereitung des Raumes
Ort: Reiner, geweiht-er Raum, möglichst im Kreis gestaltet.
Altar im Zentrum mit:
Einem weißen Tuch. Eine Rose (rot oder weiß). Eine goldene Kerze (Sonne) und einer silbernen Kerze (Mond) Einem Kelch mit Wasser (Mond) und einem Dolch oder Stab (Sonne).
Weihrauch (z. B. Weihrauch & Myrrhe). Musik, Duft, Licht und Atmosphäre sollten das Gefühl von Heiligkeit und innerer Sammlung erzeugen.
Reinigung und Einstimmung
Räuchern mit Weihrauch
Kreis ziehen mit dem Stab oder Dolch (im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten)
Elementar-Anrufung:
Ost (Luft): „Geist des Ostens, Bringer des Morgenlichts – öffne den Weg zum klaren Denken und göttlicher Inspiration.“
Süd (Feuer): „Flamme des Südens, Kraft der Wandlung – entzünde in uns den göttlichen Willen.“
West (Wasser): „Tiefe des Westens, Kelch des Mitgefühls – fließe durch unsere Seelen in Liebe und Hingabe.“
Nord (Erde): „Mutter des Nordens, Festigkeit der Welt – stütze unser Werk mit Deiner Beständigkeit.“
Du kannst sie bei Meditationen nutzen, unter das Kissen legen, oder für bestimmte Zwecke „reaktivieren“ (durch Berührung oder Atem).
Alle 7 oder 21 Tage: kurz neu aufladen oder im Licht der Kerze „baden“.
🜄 III. Anrufung des Lichts
(gemeinsam gesprochen oder vom Führenden Partner)
„Inmitten des Kreises, unter den Sternen,
Rufen wir das Licht der Einweihung.
Möge das Heilige Tetragrammaton in uns lebendig werden –
Jod, He, Vau, He – Feuer, Wasser, Luft, Erde –
Entzünde das innere Licht, das durch die Vereinigung erstrahlt.
Wie Rose und Kreuz sich durchdringen,
So möge das Geistige und das Irdische Eins werden in uns.“
🜃 IV. Die Heilige Vereinigung (Hieros Gamos)
Der Partner/die Partnerin wird als Manifestation der göttlichen Gegenseite betrachtet:
Er/Sie ist nicht nur Mensch, sondern Symbol: König & Königin, Sonne & Mond, Sulphur & Merkur. Blickkontakt, Atemsynchronicität, Berührung – jedes Element ist bewusst.
Im Akt: Bewusstsein auf die Vereinigung der Energien richten, nicht auf Lust allein. Visualisiere z. B. das Aufsteigen der Energie in einer goldenen Spirale entlang der Wirbelsäule (Kundalini/Sophia).
Am Höhepunkt: Die Energien werden nicht „verloren“, sondern auf das Dritte Auge (Ajna) oder das Herz gelenkt – als strahlende Lichtkugel, die sich ausdehnt.
„Wie das Männliche in das Weibliche tritt, so tritt das Göttliche in das Irdische. Und das Kind dieser Vereinigung ist das Licht des Bewusstseins.“
V. Abschluss & Integration
Meditation im Liegen oder Sitzen: Stille, Atem, Licht.
Dank an die Kräfte, ggf. Rezitation:
„Ich bin das Licht inmitten des Lichts,
Das strahlt durch das Fleisch,
Das liebt durch die Seele,
Das lebt in der Rose und im Kreuz.
So sei es.“
Kreis auflösen, die Elemente entlassen.
Nach dem Ritual: kein Reden, Essen oder Ablenkung für ca. 30 Minuten – nur Integration und inneres Nachwirken.
🜹 Symbolik & Hinweise
Die Rose = das aufblühende Bewusstsein, die Seele, das Herzzentrum.
Das Kreuz = die Welt der vier Elemente, der Körper, das Irdische.
Ihre Vereinigung = das Geheimnis des Rosenkreuzes: Geist im Fleisch.
1. Sigille der Rosenkreuzer:
Du kannst die Sigille:
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auf dem Altar platzieren
-
unter Ritualwerkzeugen verwenden
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als Meditationsfokus nutzen
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oder mit deinem eigenen Zeichen versehen (z. B. Initialen, Mantra, Öl)
Wofür kannst du sie verwenden?
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Schutzsigille: Vor Rituale legen oder auf deinen Körper zeichnen (mit Öl/Kreide).
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Meditation: Fokuspunkt für Zentrierung, Stille und Verbindung zum höheren Selbst.
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Einweihungssymbol: Teil eines größeren Rituals zur Vereinigung der inneren Polaritäten.
-
Anker für Energiearbeit: Du kannst mit Atmung, Lichtvisualisation oder Mantra diese Sigille aktivieren.
Die Sigille, die du hier siehst, ist eine symbolisch verschlüsselte Schutz- und Einheits-Sigille, basierend auf der rosenkreuzerischen Tradition – speziell auf dem Hexagramm, das den Makrokosmos, die göttliche Ordnung und die Vereinigung von Gegensätzen (Geist & Materie, Oben & Unten) darstellt.
2. Sigille der Rosenkreuzer
Die Sigille enthält keine religiösen oder geschützten Symbole. Sie ist dennoch die Essenz von Transformation, innerem Licht, Vereinigung und Schutz ausdrückt. Sie ist in abstrakter Geometrie, Spiralen, Fünfer- und Sechserformen aufgebaut ist – also energetisch dem Rosenkreuzer-Geist
Diese „freigestaltete Sigille“ wird universell einsetzbar sein, keinerlei Einschränkungen im System auslösen und kann dennoch tief kraftvoll wirken – wenn du ihre Bedeutung bewusst auflädst
Ritual zur Aufladung der Sigille
Ziel: Die Sigille mit deiner Absicht durch Licht, Atem, Fokus und Symbolkraft aufladen – sodass sie zu einem aktiven, energetischen Werkzeug wird.
🔮 Was du brauchst:
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Die ausgedruckte oder gezeichnete Sigille
-
Eine weiße Kerze (alternativ: Gold oder Violett)
-
Etwas Weihrauch oder duftendes Öl (z. B. Rose, Myrrhe, Sandelholz)
-
Stille, ein ruhiger Ort, ca. 15–30 Minuten ungestörte Zeit
(Optional) Kristall oder Symbolstein in die Mitte der Sigille legen
🜁 Ritualablauf
- Raum & Geist klären
Stelle die Kerze vor die Sigille, entzünde sie mit folgenden Worten:
„Ich entzünde dieses Licht, um das Unsichtbare sichtbar zu machen.
Möge diese Flamme das innere Feuer in mir erwecken.“
Atme tief durch, 3× bewusst. Räuchere den Raum oder nimm einen Tropfen Öl auf deine Stirn.
- Absicht klären
Halte deine Hände über die Sigille und sprich still oder laut deine Intention. Beispiele:
„Ich lade diese Sigille mit Licht und Schutz.“
„Diese Form trägt die Kraft zur Erkenntnis meiner inneren Wahrheit.“
„Möge sie mich leiten, heilen und durchlichten.“
Du kannst auch ein einzelnes Wort verwenden wie: „Verwandlung“, „Wahrheit“, „Harmonie“, „Erleuchtung“.
- Aktivierung durch Visualisierung
Schließe die Augen und stelle dir vor, wie aus deinem Herzen ein sanftes Licht aufsteigt (z. B. goldweiß oder tiefblau).
Das Licht fließt durch deine Hände in die Sigille hinein, füllt ihre Formen aus, macht sie lebendig.
Du kannst die Sigille dabei im Geiste rotieren, leuchten oder pulsieren sehen – ganz wie es für dich stimmig ist.
- Siegelung
Lege am Ende deine rechte Hand flach auf die Sigille und sprich:
„So sei es. Dieses Zeichen ist lebendig.
Es trägt meine Absicht, mein Licht, meine Wahrheit.“
Schließe das Ritual mit 3 tiefen Atemzügen.
Lösche die Kerze achtsam (nicht ausblasen, sondern auspusten mit Fokus oder abdecken).
🌗 Nach dem Ritual
Verwahre die Sigille an einem Ort, der für dich „heilig“ oder persönlich ist (Altar, Tagebuch, Kiste, Tasche).